03. Februar 1941

T&Savatarsm[410203–1‑1]

Mon­tag, den 3. Febru­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Herz­lie­bes, Du!!

Du! Heu­te schon kom­men 2 lie­be Boten zu mir vom Sonn­abend und.[sic] Sonn­tag. Zu Mir, von Dir!! Von Dei­ner lie­ben Hand!! Von Dei­nem war­men, treu­en Her­zen!! Von mei­nem lie­ben, lie­ben Weib! Du!! Du!!! Magst das gern, wenn ich so manch­mal von Dir sage? Mein lie­bes Weib? Du!! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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22. Januar 1941

T&Savatarsm[410122–2‑1]

Mitt­woch, am 22. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter Du!! Mein lie­ber, herz­lie­ber [Roland]!!

Jetzt ist es 3 Uhr nach­mit­tags, nun kann ich mit Dir plau­dern, Du!! Ich bin eben fer­tig mit dem Plät­ten Dei­ner Wäsche, vor­her habe ich eine Men­ge klei­ner Löcher gestopft im Nacht­hemd – das ist auch eines von den alten – [es] ist halt nicht mehr viel zu ret­ten. Du hast schon recht – und das hab[‘] ich mir schon lang vor­ge­nom­men – daß wir, sobald Frie­den ist und die Kauf­mög­lich­kei­ten sind ent­spre­chend, Dei­nen Bestand an Leib­wä­sche auf­bes­sern. Wei­ter­le­sen!

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20. Januar 1941

Lili­an Har­vey und Wil­ly Fritsch in Sie­ben Ohr­fei­gen, Spiel­film, Deutsch­land 1937, Bild: Murnau-Stif­tung, DIF, über filmportal.de, 10.2016.

[410120–1‑1]

Mon­tag, den 20. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb, Du!!

Dei­ne lie­ben Boten am Sonn­abend und Sonn­tag ste­hen noch aus. Sie haben gewiß mit den Schnee­we­hen zu kämp­fen, die seit ges­tern sich auch bei uns tür­men. Es könn­te einem ban­ge wer­den, wenn der Win­ter sich so toll gebär­det, ban­ge, daß er nun die Wege zwi­schen Dir und mir ungang­bar macht. Den Weg von Herz zu Her­zen kann er nicht ver­le­gen, Du!! Wei­ter­le­sen!

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18. Juni 1940

[400618–1‑1]

S. am 18. Juni 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de] Du!

Nun weiß ich Dich wie­der in hei­mat­li­chen Gewäs­sern, will lie­ber schrei­ben Gefil­den. Wirst nun erzählt haben aus der ver­wir­ren­den Fül­le von Ein­drü­cken und Erleb­nis­sen, die noch in der letz­ten Stun­de alle auf­ge­hellt wur­den durch die gro­ße Freu­den­bot­schaft, und hast nun auch mit Dei­nem über­ra­schen­den per­sön­li­chen Erschei­nen die Freu­de ins Eltern­haus getra­gen. Wir durf­ten die­se Freu­de noch gemein­sam erle­ben, und ich habe sie Dir von gan­zem Her­zen gegönnt, Dei­nem jun­gen, hei­ßen, dank­ba­ren Her­zen, das sich doch manch­mal noch umdüs­tern läßt. Ist es Dir nicht wie ein Wink, wie eine Bestä­ti­gung mei­ner Wor­te davon, daß wir Ver­trau­en fas­sen sol­len in Got­tes Füh­rung, Ver­trau­en in unser Geschick, in das, was er uns schickt? Und war es bis­her nicht ein unver­dient gnä­di­ges Geschick? Wei­ter­le­sen!

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20. Dezember 1938

[381220–2‑1]

O., am 20. Dezem­ber 1938.

Mein lie­ber [Roland]!

Weil es doch dies­mal Ihr Geburts­tag­brief ist, darf ich die­se Anre­de gewiß gel­ten las­sen. Viel­leicht bleibt sie bestehen, im neu­en Jah­re?

Ist es Unrecht, wenn ich zuerst wage, den Anfang ein Grad herz­li­cher zu gestal­ten?

Beim Brief­schluß tru­gen Sie sich als Ers­ter mit dem Gedan­ken, ein wenig mehr Herz­lich­keit hin­ein­zu­le­gen. Wir arbei­te­ten dann bei­de dar­an. Obgleich ich den Schluß Ihrer Brie­fe nie­mals ohne Nach­druck las, so ist doch eine gro­ße, heim­lich Freu­de dabei, wenn ich die Unter­schrif­ten der Brie­fe vom Anfang bis jetzt durch­ge­he und sehen kann, daß die Freund­schaft und das Ver­trau­en zwi­schen uns nun schon so groß sind, daß wir nie­der­schrei­ben, was wir für­ein­an­der emp­fin­den. Und ich kann nicht glau­ben, daß Sie mich jetzt ver­ur­tei­len wür­den, nach­dem ich doch am Sonn­tag etwas weit­aus Schlim­me­res tat — Sie waren nicht böse, oder ent­setzt, wie ich das wagen konn­te — ich muss­te, ich konn­te ein­fach nicht anders. Ich habe Sie lie­ber als mei­ne Mut­ter; denn sie küß­te ich noch nicht auf den Mund.

Hin­ter­her hab[‘] ich mich sehr geschämt. Was muß­ten Sie in dem Augen­blick von mir hal­ten? Wei­ter­le­sen!

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