4. November 1941

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Dien­stag, am 4. Novem­ber 1941.

Herzenss­chätzelein! Du!!! Mein Herzens­man­ner­li! Mein [Roland]! Du!!!!!

Endlich ist Mit­tag! Ich bin fer­tig! Ich kann zu Dir kom­men, mein geliebtes Herzelein! Oh Du!!! Wem schenk­te ich sie lieber, meine Freizeit alle – als Dir, geliebtes Leben?! Wem, außer mir, geht es wohl noch so gut, daß er sich gle­ich zu Mit­tag hin­set­zten darf, um an den Herza­ller­lieb­sten zu schreiben? Du!! Oh Du!!!!! Du!!!!! Wir sind doch zwei rechte Glück­skinder, mein [Roland]! Weit­er­lesen!

28. September 1941

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Son­ntag, am 28. Sep­tem­ber 1941.

Herza­ller­lieb­ster! Mein lieber, lieb­ster [Roland]!

Der erste Son­ntag allein – o ja, Her­zlieb! Ich habe es gespürt, wie allein ich heute war.

Aber ich will nicht kla­gen, Du! Die lieben Eltern hat­te ich ja bei mir, – und ich weiß genau, daß sie mich heute mit­nah­men, um mir mein Allein­sein zu nehmen, daß [sic] ich noch so sehr füh­le nach diesen weni­gen Tagen Dein­er Abreise. Ach Du! Mein Herz ist noch so wund, ich kön­nte laut schreien vor Sehn­sucht nach Dir, Geliebter! Und ich weiß doch genau, daß uns[e]re schöne Zeit zu Ende ist, daß sie ein­er lan­gen Wartepause Platz machen mußte. Die Pause muß ja sein – Du! – son­st kann ja kein neuer Urlaub kom­men! Ach, ich zwinge mich mit aller Gewalt zur Ver­nun­ft, Herzenss­chätzelein! Ich will mir nichts merken lassen – vielle­icht sieht mir Mutsch doch meine Ruh­elosigkeit an den Augen ab. Weit­er­lesen!

18. August 1941

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Mon­tag, den 18. August 1941

Geliebtes, teures Herz! Meine liebe, lieb­ste [Hilde], Du!!!

Für Deinen lieben Boten vom Dien­stag sei recht, recht lieb bedankt. Es ist mir so lieb zu wis­sen, daß Du mich in meinem Sor­gen ver­standen hast, daß Du mitrat­en hil­f­st in uns[e]rem Herzen­san­liegen. Ich habe es nicht anders erwartet, Geliebte! So gewiß Du sein darf­st, daß meine vor­ge­tra­ge­nen Sor­gen keine Aus­flucht und kein Auswe­ichen sind, so bin ich es darüber, daß Du nicht kurzsichtig und schmol­lend die Erfül­lung un[e]sres Herzenswun­sches übereilen willst. Weit­er­lesen!

13. August 1941

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Mittwoch, am 13. August 1941.

Mein geliebtes, teures Herz! Du!!! Mein lieber, guter [Roland]!

Her­zlieb! Heute ist nun schon der zweite Tag, da ich keinen Brief von Dir bekom­men habe. Ich will mich nicht sor­gen – vielle­icht ist irgend­wo wieder mal eine Stock­ung einge­treten. Es wird schon wieder alles ins alte Geleis kom­men. Oft war es schon so, daß über Son­ntag die Post in’s Stock­en geri­et. Wochen­tags kommt eine Unregelmäßigkeit sel­ten vor. Ach, ich gönne ja der lieben Feld­post auch ihren Son­ntag!! Weit­er­lesen!

6. August 1941

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Mittwoch, am 6. August 1941.

Mein Her­zlieb! Geliebter!! Mein lieber, aller­lieb­ster [Roland]!

Du!!! Heute ist es am Mor­gen, da ich Dein denke. [Du] Wirst mich fra­gen warum? Du!!!

Weil ich gar viel Sehn­sucht nach Dir habe – Du!!!!! Und weil die sich gar­nicht [sic] bis heute abend spät ver­drän­gen läßt, oder bis mor­gen gar!!

Geliebter mein! Ich muß Dich sooooo lieb­haben! Ach Du! Ich glaube, so schlimm war es gar noch nie!!! Ich muß doch immer sehn­süchtiger an Dich denken, Du!!

Ach – die Ferne zwis­chen uns hat Dich mir doch nicht im Min­desten ent­fremdet! Weit­er­lesen!