Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Trennung

14. Oktober 1942

1.)

Mitt­woch, am 14. Okto­ber 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein, Du! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Ach Du! Du! Wo fin­de ich Dich denn jetzt? Sicher schon im frem­den Land; denn die Uhr zeigt die 9. Abend­stun­de. Es ist spät gewor­den, weil Herr N. zu Besuch bei uns weil­te bis vor­hin. Oh Her­ze­lein! Nun kom­me […]

30. März 1942

[420330–2‑1] 48. Mon­tag, am 30. März 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Nun kann ich wie­der zu Dir kom­men, der Dienst ist aus. Das Abend­brot ist vor­über, die Uhr zeigt ½ 7. Und drau­ßen ist‘s noch ganz hell, eben geht die lie­be Son­ne unter. Was wirst Du denn trei­ben, Schät­ze­lein? Vor­hin schluck­te es mich […]

4. November 1941

[411104–2‑1] Diens­tag, am 4. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! Mein Her­zens­man­ner­li! Mein [Roland]! Du!!!!! End­lich ist Mit­tag! Ich bin fer­tig! Ich kann zu Dir kom­men, mein gelieb­tes Her­ze­lein! Oh Du!!! Wem schenk­te ich sie lie­ber, mei­ne Frei­zeit alle – als Dir, gelieb­tes Leben?! Wem, außer mir, geht es wohl noch so gut, daß er sich gleich […]

28. September 1941

[410928–2‑1] Sonn­tag, am 28. Sep­tem­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Der ers­te Sonn­tag allein – o ja, Herz­lieb! Ich habe es gespürt, wie allein ich heu­te war. Aber ich will nicht kla­gen, Du! Die lie­ben Eltern hat­te ich ja bei mir, – und ich weiß genau, daß sie mich heu­te mit­nah­men, um mir mein […]

18. August 1941

[410818–1‑1] Mon­tag, den 18. August 1941 Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!!! Für Dei­nen lie­ben Boten vom Diens­tag sei recht, recht lieb bedankt. Es ist mir so lieb zu wis­sen, daß Du mich in mei­nem Sor­gen ver­stan­den hast, daß Du mitra­ten hilfst in uns[e]rem Her­zens­an­lie­gen. Ich habe es nicht anders erwar­tet, Gelieb­te! So […]

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