Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Traurigkeit

24. Oktober 1942

[421024–1‑1]

Sonn­abend, den 24. Okt. 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein!! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Schon sind über uns­rer Rück­kehr nach S. [sic] wie­der 8 Tage ver­gan­gen. Ach, wie so schnell ändert die Welt ihr Gesicht – wie wer­den die Men­schen jetzt aus einer Lebens­si­tua­ti­on in die frem­de ande­re gewor­fen, wie wer­den die Freu­den […]

25. März 1941

[410325–2‑1] Diens­tag, am 25. März 1941. Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!! Du!! Ich habe wie­der von Dir träu­men müs­sen heu­te Nacht. Herz­lieb!! Weil ich so voll Sehn­sucht nach Dir bin. In eine Kir­che trat ich – nach lan­gem Wan­dern durch eine mir völ­lig unbe­kann­te Gegend, vie­le Seen und Wie­sen sah ich, Som­mer […]

24. Oktober 1940

[401024–2‑1] Don­ners­tag, am 24. Okto­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Gelieb­ter Du! Hilf­los wie ein klei­nes Schul­mä­del sit­ze ich vor mei­nem Bogen Papier. Aber nicht so, daß ich kei­nen Gedan­ken fas­sen könn­te, Du! Ach Gelieb­ter! Mein [Roland]!! Wie nur, wie sage ich Dir’s, wie so glück­lich Du mich gemacht hast!? Du! Ich bin ganz durch­ein­an­der vor […]

03. September 1940

[400903–1‑1] am Diens­tag am 3. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be lie­be [Hil­de]! Schrei­be­tag [sic] ist nach unse­rem Über­ein­kom­men. Ich benut­ze die Mittag[s]pause von ½ 1 Uhr bis 2 Uhr, um ein paar Zei­len fer­tig zu machen. Ges­tern hat nun der Dienst begon­nen. Mor­gens ½ 8 Uhr zunächst eine Stun­de Unter­richt, dann bis gegen Mit­tag mit […]

12. Dezember 1938

  [381212–2‑1] O., am 11.12.1938. am 12.12.1938. Lie­ber [Roland]! Es ist jetzt 1/2 5. Seit einer hal­ben Stun­de bin ich wie­der zurück aus der Stadt (L.). Ich erle­dig­te mit Mut­ter Weih­nachts­ein­käu­fe, heu­te am sil­ber­nen Sonn­tag sind die Geschäf­te offen. So viel Betrieb und Kin­der­ju­bel sah ich sel­ten bei­sam­men. Die Hele­nen­stra­ße ist ins [r]einste Mär­chen­land ver­wan­delt […]

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