Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Träume

25. Oktober 1942

[421025–2‑1]

9.)

Sonn­tag­vor­mit­tag, am 25. Okto­ber 1942.

Mein herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­ter [Roland], Du! Herzlieb!

Eine lan­ge Wei­le liegt zwi­schen dem letz­ten Boten, den ich Dir schrieb und dem heu­ti­gen. Frei­tag wars [sic] als ich Dir schrieb, heut [sic] ist Sonn­tag. Und es war doch gut so, daß ich Dir ges­tern kei­nen Boten sand­te; denn nun erfah­re ich doch eben, Her­ze­lein, daß Du schon […]

20. Oktober 1942

[421019–1‑1]

Mon­tag, den 19. Okt. 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! – Mein lie­bes, teu­res Weib!

Hörst Du denn auch Radio heu­te? Ich sit­ze vor mei­nem Phil­ips­ap­pa­rat, bin U.v.D. (Unter­of­fi­zier vom Dienst), und bemü­he mich ver­ge­bens, mit Dir das glei­che zu hören, jetzt habe ich es gera­de ein­mal. Ach Gelieb­te? Ich den­ke um 8 Tage zurück – gelieb­tes Herz! Mein […]

13. September 1942

[420913–2‑1] O.i. SA, den[*] Sonn­tag, am 13. Sep­tem­ber 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Du!! Mein gelieb­tes Her­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Jetzt habe ich doch Fei­er­abend! Du! Jetzt kom­me ich zu Dir und gehe nicht [eh]er wie­der fort, als bis ich ins Bett­lein muß. Du! Schät­ze­lein! Wo magst Du denn jetzt sein? Wo fin­de ich Dich? Wohl auf dem Ber­ge am […]

11. Mai 1942

[420511–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du! [Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der einmal […]

26. Oktober 1941

[411026–2‑1] Sonn­tag, am 26. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein liebs­ter [Roland]. Und wie­der neigt sich ein Tag sei­nem Ende zu. Ein Sonn­tag. Wie­vie­le Sonn­ta­ge sind es noch bis Weih­nach­ten? Noch 8! Das ist wenig, ja Du? Aber wenn man sie alle muß vor­über­zie­hen las­sen, dann merkt man, wie lang doch 8 Wochen sind! […]

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