Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Traum

22. Mai 1942

[420522–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 22. Mai 1942 Lie­be, lie­be [Hil­de]! Teu­res, gelieb­tes Weib! Du!!! Mein!!! Her­ze­lein! Gelieb­te! Nun kommst Du zu mir mit Dei­ner Sehn­sucht. Nun kommt zu mir der Strom Dei­ner Lie­be! Dei­ner Sehn­sucht! Oh Her­ze­lein! Daß ich ihn ganz auf­neh­men müß­te, aller Lie­be Über­fluß! Daß du immer zu mir fin­den möch­test damit! Daß […]

03. Mai 1942

[420503–2‑2] Sonn­tag­abend, am 3. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Herz­lieb mein! Nun ist es so weit! Ich kann mich zu Dir set­zen, kann Dei­ne lie­ben Hän­de fas­sen – ach, Gelieb­ter! Ich bin doch so glück­lich! Bin so von Her­zen froh! Weil ich Dich sooo lieb­ha­ben kann, Du! Sooo lieb­ha­ben muß! Oh Her­ze­lein! Könn­test […]

27. Februar 1942

[420227–1‑1] Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]! Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus […]

14. Dezember 1941

[411214–2‑1] Sonn­tag, 3. Advent _14. Dezem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein! Oh Du! Heu­te Nacht bist Du zu mir gekom­men, im Traum! War das doch son­der­bar, Du! Es dun­kel­te schon drau­ßen, ich wohn­te wie­der in uns[e]rer alten Woh­nung S.straße 10. Ich stand am Fens­ter in der Küche, von da aus ich die Kreu­zung […]

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