22. Mai 1941

Die Gartenlaube (1875) b 693
„Rück­erin­ne­run­gen an das deut­sche Schüt­zen­fest in Stutt­gart: In der Schieß­hal­le. Nach der Natur auf­ge­nom­men von Schweis­sin­ger in Stutt­gart”, Die Gar­ten­lau­be (Leip­zig: Ernst Keil’s Nach­fol­ger, 1875): S. 693. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.
[420522–1‑1]

[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 22. Mai 1942

Lie­be, lie­be [Hil­de]! Teu­res, gelieb­tes Weib! Du!!! Mein!!!

Her­ze­lein! Gelieb­te! Nun kommst Du zu mir mit Dei­ner Sehn­sucht. Nun kommt zu mir der Strom Dei­ner Lie­be! Dei­ner Sehn­sucht! Oh Her­ze­lein! Daß ich ihn ganz auf­neh­men müß­te, aller Lie­be Über­fluß! Daß du immer zu mir fin­den möch­test damit! Daß nim­mer eine Lee­re, eine Stun­de nur und des Zwei­felns und Irrens bei Dir sein möch­te! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

03. Mai 1942

TulagiJapanese1942.gif
Offi­zie­re und Unter­of­fi­zie­re der 3. Kure Spe­zi­al-Lan­dungs­kräf­te, wel­che Tula­gi im Mai 1942 besetz­te und wäh­rend der alli­ier­ten Rück­erobe­rung bei­na­he voll­kom­men auf­ge­rie­ben wur­de. Foto vom 17. Febru­ar 1942, Kure, Japan. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

[420503–2‑2]

Sonn­tag­abend, am 3. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Herz­lieb mein!

Nun ist es so weit! Ich kann mich zu Dir set­zen, kann Dei­ne lie­ben Hän­de fas­sen – ach, Gelieb­ter! Ich bin doch so glück­lich! Bin so von Her­zen froh! Weil ich Dich sooo lieb­ha­ben kann, Du! Sooo lieb­ha­ben muß! Oh Her­ze­lein! Könn­test Du mei­ne gro­ße, her­zin­ni­ge Freu­de sehen! Ich glau­be Du wür­dest ganz sehr froh und glück­lich sein, weil Du soviel Macht über mich hast durch Dei­ne Lie­be!!! Du!! Ich bin doch ganz Dein! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

27. Februar 1942

[420227–1‑1]

Frei­tag, den 27. Febru­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Du mei­ne [Hil­de]!

Mor­gens zwi­schen drein und vie­ren [sic] – ich glaub[‘], so hebt ein [Volks]Lied [von Bet­ti­na von Armin, 1805] an, und wenn nicht, eben mein Brief. Ich war ganz von sel­ber mun­ter zu mei­ner Wache von drei bis sie­ben Uhr. [Ich] War eben aus Träu­men auf­ge­wacht, als der Kame­rad mich wecken woll­te.

“27. Febru­ar 1942” wei­ter­le­sen
Plea­se fol­low and like us:
error

14. Dezember 1941

[411214–2‑1]

Sonn­tag, 3. Advent _14. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein!

Oh Du! Heu­te Nacht bist Du zu mir gekom­men, im Traum! War das doch son­der­bar, Du! Es dun­kel­te schon drau­ßen, ich wohn­te wie­der in uns[e]rer alten Woh­nung S.straße 10. Ich stand am Fens­ter in der Küche, von da aus ich die Kreu­zung über­se­hen konn­te. Plötz­lich sah ich Dich, mein Lieb, um die Ecke bie­gen! Einen schwe­ren Kof­fer schlepp­test Du und gingst ganz schief! In Dei­ner Mari­ne­uni­form kamst [Du] daher. Oh, ich fühl­te rich­tig, wie mein Herz zum Zer­sprin­gen klopf­te! Du!! Ach – wie soll ich’s nur beschrei­ben? Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

06. November 1941

[411106–2‑1]

Don­ners­tag, am 6. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Noch immer ist es grau und trü­be drau­ßen, es ist gera­de, als bro­del­te die Luft wie im Koch­topf. Schreck­lich, zum Ersti­cken für mich, wenn ich hin­aus­ge­he. Dazu reg­net es ganz fein und gefriert sofort. Wenn es doch bald bes­ser wür­de mit dem Wet­ter! So zei­tig schon Win­ter, das ist nicht gut. Die vie­len Bau­ern, die ihre Kar­tof­feln noch in der Erde haben! Aber wir Men­schen kön­nen nichts dazu­tun – wir müs­sen ganz gedul­dig war­ten, bis es wie­der bes­ser wird. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error