25. Dezember 1940

T&Savatar[401225–1‑1]

Am 1. Weih­nachts­fei­er­tag 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!!

Ach Du, der Hei­lig­abend ges­tern war ein so merk­wür­di­ger Tag. Solan­ge, wies ich nun schon von Hau­se weg­bin [sic], solch Heim­weh hat­te ich noch nie wie ges­tern! War es, weil Ihr zu Hau­se alle an mich gedacht habt, und Du, Herz­lieb. allen zuvor? [sic] Ach Du! Am Nach­mit­ta­ge schon pack­te es mich: H. schick­te mir ein Weih­nachts­ge­schenk, am 22. schick­te er es ab, sich sei­nes tra­di­tio­nel­len Zuspät­kom­mens ent­schul­di­gend, und nun [ka]m es ganz pünkt­lich. Dann wur­de ich mit­ten aus der Arbeit weg­ge­ru­fen, da stand Dein Weih­nachts­mann drau­ßen, Frau Peter­son mit dem Hei­ni! Und wie ich dann geschäf­tig auf- und abge­he, da dringt aus den Stu­ben das Lied von der Stil­len Nacht, Du!, da preß­te es mir die Trä­nen mit aller Gewalt in die Augen. Wei­ter­le­sen!

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24. Dezember 1940

Adventsstern. IMG 0764WI
Advents­stern. Lich­ter­haus in Nie­der­wür­schnitz. Erz­ge­birgs­kreis. Sach­sen. Foto Kora27, über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2015.
[401224–2‑1]

Am Hei­lig­abend 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Nun ist er da, der Hei­li­ge Abend, voll Tan­nen­duft und voll Lich­ter­glanz. Herz­al­ler­liebs­ter! In mei­nem Her­zen ist Frie­den, wun­der­sa­mer Frie­den. Ich habe sie mit weit offe­nen Her­zen emp­fan­gen, die Got­tes­bot­schaft, die so unend­lich viel Lie­be, Mil­de, so rei­nes tröst­li­ches Licht aus­strahlt. Sie ist heu­te, wie nie an ande­ren Got­tes­fei­ern allen bis ins Inners­te gedrun­gen, das hat jeder gefühlt, jeder. Unser Geist­li­cher war sich sei­ner Auf­ga­be heu­te voll bewußt, und er hat uns mit sei­nen Wor­ten hin­ein­ver­setzt in das ewi­ge Wun­der der Weih­nacht. Schön war es im Got­tes­haus, so schön. Der Altar­platz stand im Schmu­cke der Weih­nacht da, eine mäch­ti­ge Tan­ne mit unend­li­chen Lich­tern schmück­te ihn, Lich­ter­glanz auch auf dem Altar­ti­sche — über allem der leuch­ten­de Advents­stern. Die fest­lich geschmück­te Umge­bung des Got­tes­hau­ses allein stimmt uns schon wei­he­voll. Wei­ter­le­sen!

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