02. September 1940

[400902–2‑1] O., am 27. August 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Den gan­zen, lan­gen Mon­tag hab[e] ich Dich ver­folgt mit mei­nen Gedan­ken. Jede Umstei­ge­sta­di­on [sic], jeden Auf­ent­halt, die lan­ge War­te­zeit bis es mit­tags 1200 war, alles hab[e] ich ver­folgt. Ja und dann, Du? Von da ab konn­te ich Dich nicht mehr fin­den, und ich quälte […]

04. Juni 1940

[400604–1‑1] S. am 4. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du! Ich möch­te die Gedan­ken, die Du in Dei­nem lie­ben Brief­lein anrührst, ein wenig wei­ter­spin­nen. Ges­tern las ich in einer Zei­tung die Anzei­ge des Hel­den­to­des zwei­er Brü­der in höhe­rem mili­tä­ri­schen Rang, aka­de­misch gebil­det, die Mut­ter und der drit­te im Fel­de ste­hen­de Bru­der waren unter­zeich­net. Furcht­bar erscheint uns […]

19. Juni 1939

[390619–2‑1] O., am 19. Juni 1939. Mein lie­ber [Roland]! Wie konn­te ich nur so schnell fas­sungs­los sein? Immer wie­der stel­le ich mir die­se Fra­ge. Nun betrach­te ich das Ges­tern als einen bösen, schwe­ren Druck, der jetzt von mir gewi­chen ist. Drau­ßen ist Son­nen­schein — in mei­nem Her­zen ist Son­nen­schein! Du, Liebster! 

27. Oktober 1938

[381027–1‑1] L. am 27. Okt. 1938 27.10. Lie­be [Hil­de]! In der Namen­fra­ge beu­ge ich mich gern Ihrer Ent­schei­dung. Ich hat­te Sie Ihnen ja zwi­schen den Zei­len zuge­scho­ben. Ich höre mei­nen Namen sel­ten rufen. Zu Hau­se sagt man meist „Gro­ßer, Groß­el.” Es wun­dert und freut mich doch, daß Sie an dem soli­den, alt­vä­te­ri­schen Namen Gefal­len fin­den. Es wird […]

12. September 1938

[380912–2‑1] 11.9.38. O., am 12. Sep­tem­ber 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Schon ges­tern woll­te ich Ihnen schrei­ben, doch der Besuch mei­ner Freun­din hielt mich davon ab. Ich war ein wenig ärger­lich dar­über, gera­de ges­tern waren die Eltern bei der Groß­mutter — ich wäre so schön allein und unge­stört gewe­sen. Manch­mal benei­de ich Sie um Ihre Ein­sam­keit. Ich habe […]

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