10. April 1941

[410410–1‑1] Don­ners­tag, d. 10. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Mor­gen ist Kar­frei­tag. Fei­er­abend ist, [es ist] gegen 5 Uhr am Nach­mit­tag. Ich sit­ze in der Schreib­stu­be, im geheiz­ten Zim­mer. Kalt ist es seit 2 Tagen. Es hat ein wenig gereg­net, der Wind weht aus Wes­ten. Es ist sehr frisch. Aber nun […]

15. Oktober 1940

[401015–2‑1] Diens­tag, am 15. Okto­ber 1940, in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]! Wie­der daheim. Wie schön ist es, wenn man das sagen und füh­len kann. Ach, mein [Roland] Du, das Herz war mir so über­voll all die Tage und ich war doch gebun­den, konn­te nicht sein, wie mir das Herz gebot. Es war nicht […]

30. September 1940

[400930–2‑1] Mon­tag, am 30. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter, Du! Mein gelieb­ter [Roland]! Tief auf­at­men kann ich nun — die Ban­de ist fort! Eigent­lich ist das ein häß­li­cher Zug, so von Besuch zu reden. Aber glaubst [sic: glau­be], hier habe ich dabei nicht gelo­gen; die Kin­der betrach­tet. Heu­te früh um 9 [Uhr] sind sie fort, erst noch­mal zur Oma […]

20. September 1940

[400920–2‑1] Frei­tag, am 20. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber, [Roland]! Bei uns herrscht heu­te so ein tol­ler Sturm, daß ich oben in mei­nem Dorn­rös­chen­schloß fast mei­ne, er müß­te mich aus­he­ben. Wenn ich jetzt so still sit­ze, bebt alles unter mir; das wird wie­der eine unru­hi­ge Nacht geben, bei dem Schie­fergeklap­per. Möch­te mal den Seegang […]

19. September 1940

[400919–2‑1] Don­ners­tag, am 19. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Heu­te ist hel­ler Son­nen­schein drau­ßen und ich bin ganz wohl und mun­ter. Mut­ter ließ mich heu­te früh schla­fen, und ich bin erst um 8 [Uhr] auf­ge­weckt. War ich erschro­cken. Du kannst schon immer Dir aus­ma­len, was bloß los wäre, wenn ich Dich, mei­nen Wecker[,] […]

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