30. Dezember 1941

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[Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 30. Dezem­ber 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes teu­res Weib! Hol­de mein!

Oh Gelieb­te! Soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen! Soviel Glücks­ge­fühl! Oh Her­ze­lein! Ich konn­te doch gar kei­nen Schlaf fin­den, kei­ne Ruhe – ich habe Dich müs­sen ganz lieb­ha­ben – Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

29. Juni 1941

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Sonn­tag, den 29. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!

Der Tag will doch gar nim­mer zulan­gen, Dein zu den­ken! Ach, ich möch­te mich doch gleich ein­mal ein­schlie­ßen, um mit Dir ganz allein zu sein, Gelieb­te – um hin­ein­zu­lau­schen in mein Herz und zu ver­neh­men, wie es Dir schlägt in Lie­be, ganz zart und ganz mäch­tig – hin­ein­zu­lau­schen, um es Dir dann zu kün­den, froh, und jubelnd Dir zuzu­ru­fen, wie ich Dich lie­be! Und ich müß­te mich doch der Wor­te bedie­nen, der dür­ren. Ach Gelieb­te! Leben, leben möch­te ich mit Dir!!! Mit Dir leben ein gutes, star­kes Leben! Bewäh­ren möch­te sich mei­ne Lie­be – sich ver­schen­ken – Dir! all [sic] Dir!! Möch­te Gott im Him­mel uns doch gnä­dig aus­hel­fen zu die­sem Leben! Wei­ter­le­sen!

16. Mai 1941

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Frei­tag, am 16. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!!

Herz­lieb! 2 lie­be Boten von Dir sind heu­te früh zu mir gekom­men. Ich habe mich ganz sehr dar­über gefreut, Du!! Und ich dan­ke dir recht herz­lich dafür! Vom 1. Und 2. Mai sind sie, und alle bei­de doch erst am 15. Mai abge­stem­pelt! Soo [sic] lan­ge haben die nun gele­gen, ehe sie auf Rei­sen gin­gen! Wei­ter­le­sen!

02. Mai 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki,] Frei­tag, den 2. Mai 1941.

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!!

Es ist 9 Uhr am Abend. Da ist hier Zap­fen­streich für alle Sol­da­ten und Zivi­lis­ten. Dann fah­ren auch die letz­ten Stra­ßen­bah­nen und wir müs­sen sehen, dass wir mit­kom­men: Heu­te hat­ten wir zum ers­ten­mal [sic] Urlaub. Wei­ter­le­sen!

01. Mai 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 1. Mai 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Mei­ne [Hil­de]!!!

1. Mai ist tat­säch­lich heu­te. Hier blü­hen die Rosen, som­mer­li­che Hit­ze herrscht über­all, und man kann rich­tig aus dem Kalen­der gera­ten. Wir haben wie­der viel Arbeit mit dem Abla­den und Ein­räu­men und Rein­ma­chen – ich habe mich eben mal bis­sel auf den Rand gemacht und begin­ne nun wie­der mit mei­nem Erzäh­len. Wei­ter­le­sen!