11. März 1942

[420311–2-1]

33.

Mitt­woch, am 11. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Ach Du! Heu­te bin ich aber heil­froh, daß ich nun end­lich auf mei­nem Hin­tern sit­zen kann. Heu­te habe ich mal gespürt, daß ich auch Ner­ven habe und kei­ne gefühl­lo­sen Strän­ge. Die Kin­der waren heu­te ganz aus dem Häu­sel! Wir hat­ten doch Thea­ter.

“11. März 1942” wei­ter­le­sen

08. März 1942

[420308–2-1]

30.

Sonn­tag, am 8. III. 1942.

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]!

Sonn­tag­nach­mit­tag um 2 Uhr. Fei­er­tag! Und rich­ti­ger Fei­er­tag ist doch erst mit Dir, Du!!! Das „Land­jahr­mä­del“ ist in Gna­den ent­las­sen. Es darf nun ihrem, nein sei­nem Liebs­ten schrei­ben. Oh – mit Freu­den!! Ich will Dir zuerst mal von mei­ner Fahrt nach Chem­nitz erzäh­len.

“08. März 1942” wei­ter­le­sen

04. Dezember 1941

[411204–1-1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 4. Dez[ember]. 1941

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

O Schät­ze­lein! Ganz lieb bist Du heu­te wie­der zu mir gekom­men! Hast mir soviel fFreu­de gebracht! Gelieb­te! Hast immer so lieb und treu mein gedacht – so treu! Her­ze­lein! Von Dir kommt mir die höchs­te Freu­de! Du! Du! kannst mich am meis­ten und tiefs­ten froh und glück­lich machen – mit Dei­ner Lie­be! Oh Du! Ich füh­le Dich an mei­ner Sei­te, ganz froh, und stolz, und glück­lich! Füh­le die Wär­me und den Son­nen­schein dei­ner Lie­be – so bele­bend, kraft­spen­dend! Wei­ter­le­sen!

1. August 1941

T&Savatar[410801–2-1]

Frei­tag, am 1. August 1941.

Mein Gelieb­ter!! Du!!! Mein lie­ber[,] aller­liebs­ter [Roland]!

Du!!!!! Wo soll ich denn nun gleich anfan­gen? Ich will Dir erst von ganz belang­lo­sen Din­gen erzäh­len, Du!!!!! damit [sic] ich nicht über­lau­fe vor Freu­de und Jubel. Ach Herz­lieb! Du!!! Heu­te fällt mir doch das Stil­le­sit­zen fürch­ter­lich schwer! Kannst Du das begrei­fen? Dein Frei­tag­brief ist doch heu­te gekom­men!!! Wor­in sooo vie­le Neu­ig­kei­ten ste­hen vom Urlaub! Ach Du!!! Wenn der abhan­den gekom­men wäre!!! Ich hät­te mich doch zuschan­den geär­gert! Du!!!!! Also: Eben bin ich aus der Bade­wan­ne gestie­gen und habe bei mir gedacht und gerech­net, wie­vie­le Male mußt’ denn eigent­lich noch ohne Bade­meis­ter baden? Und da bin ich dar­auf gekom­men, daß es noch zwei Male sind! Wei­ter­le­sen!

09. Juni 1941

T&Savatar[410609–2-1]

Mon­tag, am 9. Juni 1941.

Mein lie­bes, herz­lie­bes Man­ner­li! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Zuerst einen ganz, ganz lie­ben Kuß!!! Nicht ohne Grund – o nein!! Als Beloh­nung!!! Hat nichts mit mir zu tun! Nein, nein! Für Dein treu­es Aus­hal­ten im Dienst für’s Vater­land hast Du einen Rang erstie­gen! Ich freue mich ja so sehr für Dich, Herz­lieb!! Also, Dicker­le!! Mei­nen aller­herz­lichs­ten Glück­wunsch zum „Gefrei­ten“!! Du!!!!! Was soll ich Dir denn nun gleich vor Freu­de schen­ken? Ich habe gar­nichts da! Weißt? Am Sonn­abend habe ich Dir ein Pra­li­nen­pa­ckel [sic] zuge­schickt, das nimm von mir als Glück­wunsch in hand­fes­ter Form! Wei­ter­le­sen!