Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Tagesgeschehen

09. November 1942

Mon­tag, den 9. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Hu-hu-und huschl-huschl-huschl-Stie­fel­wet­ter ist heu­te – es reg­net immer noch – und das Was­ser läuft schlecht ab in den Stra­ßen – und kalt ist der Regen, kommt aus Osten – was wird er dort für einen Morast, eine Trostlosigkeit […]

08. November 1942

Sonn­tag, den 8. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

So – jetzt sind wir allein – Du, so wie frü­her manch­mal zum Däm­mer­stünd­chen, wenn die Eltern in lie­bem, fei­nem Ver­ständ­nis uns allein lie­ßen – ach, meist es war es die Abschieds­stun­de auch! Ach Du! Wie wer­den wir dank­bar auf­at­men, wenn wir nicht mehr an den Abschied den­ken müs­sen. Aber ich komm doch ganz froh zu Dir. Es regnet […]

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