3. Januar 1941

Awm 005307 Gun crew
Aus­tra­li­sche Sol­da­ten vor dem Angriff auf dem Ita­lie­ni­schen Stütz­punkt in Bar­dia, Lybi­en, 29.12.1940. Quel­le: Collec­tion Data­ba­se, Aus­tra­li­an War Memo­ri­al, Nr. 005392. Über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2016.
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Frei­tag, am 3. Janu­ar 1941.

Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Du! Du!! Wie soll ich denn heu­te anfan­gen? Herz­lieb!! Zwei lie­be Boten kamen heu­te früh zu mir, von Dei­ner lie­ben Hand. Gelieb­ter!! Du machst mich ja so über­glück­lich!! Du darfst bei­na­he kei­nen so lie­ben Brief mehr schrei­ben, Du! Du rufst mei­ne Sehn­sucht immer mehr, Du!!! Ach ja – mein [Roland] – ich muß fein still und gedul­dig mit Dir war­ten – wenn Du schon eher kämest – die Span­ne bis zum nächs­ten Male wür­de dann noch grö­ßer – ich könn­te sie nur noch schwer über­win­den. Du!!! Du!!! Der 16. Febru­ar schwebt Dir ganz deut­lich vor Augen, wenn Du an die Heim­kehr denkst! Wenn es doch so wür­de, Herz­lieb!! Ich will mit Dir glau­ben und hof­fen, ganz fest, Du!! Wei­ter­le­sen!

18. Dezember 1939

Admiral Graf Spee
Pan­zer­schiff “Admi­ral Graf Spee” wur­de 17. Dezem­ber in der Mün­dung des Rio de la Pla­ta ver­senkt. Quel­le: Impe­ri­al War Muse­ums, Samm­lung 4700–01, Bild A 3, über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2014.
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O., am 3. Advent 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

18. Dezem­ber 1938.

Start: Bahn­hof L..

Bei minus 20° in flot­ter Fahrt durch Feld und Wald, vol­ler Unter­neh­mungs­lust zum Christ­markt nach H..

Trotz klir­ren­dem Fros­te über­all fro­her Tru­bel — und nicht ein ein­zi­ger dunk­ler Gedan­ke an Krieg stahl sich damals unter das lus­ti­ge Trei­ben. Behag­li­che Rast im schöns­ten Hotel am Plat­ze. Reich­li­che Triebstoff­auf­nah­me über­all, und beden­ken­los wur­de die Rück­fahrt ange­tre­ten. Zum ers­ten Male im Leben fuhr ich die­se Stre­cke nach Chem­nitz — die­se ver­häng­nis­vol­le Stre­cke! Was war das End­ergeb­nis?: Wei­ter­le­sen!

11. Dezember 1939

 

Hans Lody 1939
Der deut­sche Zer­stö­rer Z 10 Hans Lody, 1939. Zusam­men mit der Zer­stö­rer Erich Gie­se führ­te er am 6./7. Dezem­ber ein Minen­un­ter­neh­men durch, bei dem die Erich Gie­se den bri­ti­schen Zer­stö­rer HMS Jer­sey tor­pe­dier­te. Bild: gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2014.
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S. am 11. Dezem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Heu­te wur­de ich mit dem Gruß vom Lichtlabend über­rascht. Mir ward so eigen zumu­te, als ich die Namen las und mir die Lichtlabend­run­de vor­stell­te. Einst gehör­te auch ich dazu. Alle die halb­dienst­li­chen oder halb­amt­li­chen Zusam­men­künf­te hat­ten den beson­de­ren Reiz, daß man sich per­sön­lich ein wenig näher­kam; ihr Aus­klang war aber für mich meist schmerz­lich, als ich spür­te und es dop­pelt emp­fand, daß ich ein­sam war. Wei­ter­le­sen!

10. Januar 1939

“Judenärzte,” Der Stürmer, Jüdische Aerzte aus Deutschland und ihr Anteil am Aufbau des israelitischen Gesundheitswesen, http://aerzte.erez-israel.de/deutschland-1933/, herunterladen Dezember 2013.
“Juden­ärz­te,” Der Stür­mer, Jüdi­sche Aerz­te aus Deutsch­land und ihr Anteil am Auf­bau des israe­li­ti­schen Gesund­heits­we­sen, http://aerzte.erez-israel.de/ deutsch­land-1933/, her­un­ter­la­den Dezem­ber 2013.

O., am 10. Janu­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Ich dan­ke Ihnen recht herz­lich für den lie­ben, gro­ßen Brief. Er kam ja so schnell, schon am Sonn­abend, dar­um war die Freu­de um so grö­ßer. Und ich hät­te Ihnen gar so gern gleich geant­wor­tet; doch immer kommt es anders, als man sich’s vor­nimmt.

Am Sonn­abend, dem letz­ten unfrei­wil­li­gen Urlaubs­ta­ge [sic], war ich mit Mut­ter in Chem­nitz beim Arzt.

Da muß ich ein Stück zurück­grei­fen.

Vor 2 Jah­ren, um die­se Zeit war Mut­ter ope­riert. Die­ses Jahr muß­te sie sich zur Nach­un­ter­su­chung ein­fin­den. Sei­ne Aus­sa­gen über ihr Befin­den waren sehr zufrie­den­stel­lend. Ganz wider sein Erwar­ten ist alles gut ver­heilt und in bes­ter Ord­nung. Die Schmer­zen im Leib, die bei Wit­te­rungs­um­schlag sich ein­stel­len, wür­de sie aller­dings noch eine Wei­le bei­be­hal­ten. Das gin­ge jedem Ope­rier­ten so und wür­de sich erst nach Jah­ren behe­ben. Wei­ter­le­sen!

04. Januar 1939

Neujahrsfest, Bleigießen, Hans-Günter Quaschinsky, Sylvester bei Werner Lierck. In der Küche! 18 December 1957. Bundesarchiv Deutschland Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bild 183-51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-51875-0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, herunterladen Dezember 2013.
Neu­jahrs­fest, Blei­gie­ßen, Hans-Gün­ter Qua­schin­sky, Syl­ves­ter bei Wer­ner Lierck. In der Küche! 18 Decem­ber 1957. Bun­des­ar­chiv Deutsch­land All­ge­mei­ner Deut­scher Nach­rich­ten­dienst, Bild 183–51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File: Bundesarchiv_Bild_183-51875–0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, her­un­ter­la­den Dezem­ber 2013.

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B. am 4. Jan. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Herz­li­chen Dank für Ihre guten Wün­sche zum neu­en Jahr. Kam mein Neu­jahrs­brief recht­zei­tig an? Heu­te ist Mitt­woch. Ich war­te unge­dul­dig auf ein Zei­chen von Ihnen. Und ich weiß doch, daß Ihnen wenig Zeit bleibt zum Schrei­ben. Sind Sie wie­der gesund? Ich habe jetzt soviel Zeit zum War­ten. Ihre Bil­der, die ich sonst auch am Sonn­tag über mit mir neh­me, habe ich am 2. Fei­er­tag in L. lie­gen las­sen. Nun muß ich mich an die bei­den Brie­fe hal­ten, den Geburts­tags­brief und den Weih­nachts­brief. Sie lie­gen im Käst­chen ver­wahrt, jeden Tag lese ich einen von bei­den. Sie haben mir viel Freu­de damit berei­tet. Vie­len Dank dafür, mei­ne lie­be [Hil­de]. Wei­ter­le­sen!