06. Januar 1942

[420106–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 6. Janu­ar 1942

Herz­lieb! Du! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Mein Weib!

Heu­te will ich mich doch mit Dei­nen lie­ben Boten von ges­tern befas­sen. Es sind die vom Sonn­abend, Sonn­tag und Mon­tag. Wenn ich nun, ver­wan­delt, mei­nem Schät­ze­lein begeg­net wäre, als es so ent­täuscht und rich­tig trau­rig von der Post ging zur Kir­che, da hät­te ich doch den­ken kön­nen, es grollt  mir, es schmollt mit sei­nem Liebs­ten, es ist ihm böse. Wei­ter­le­sen!

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27. März 1941

T&Savatar[410327–2‑1]

Don­ners­tag, am 27. März 1941.

Mein gelieb­tes  Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Heu­te ist der Him­mel wie­der ganz ver­han­gen. Ein dicker, grau­er Nebel erfüllt die Luft, man kann gar­nicht [sic] frei atmen. Und dazu reg­net es so herz­lich; unser ‚Staren­schnee‘ ist schon zu einer dicken, brau­nen Soße gewor­den. Aber ich bin’s [sic] ganz zufrie­den. Wir woll­ten ja eigent­lich mor­gen uns[e]re Wäsche ein­wei­chen, aber bei die­sem scheuß­li­chen Wet­ter kön­nen wir’s nicht wagen – die­se Unmen­ge faßt unser Ober­bo­den unmög­lich. Und oben­drein, ich habe mir in den Kopf gesetzt zu blei­chen. Der Rasen ist schon geeig­net dazu – natür­lich ohne Schnee und Matsch! Wei­ter­le­sen!

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20. September 1940

[400920–2‑1]

Frei­tag, am 20. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber, [Roland]!

Coastline of the Baltic Sea in Kołobrzeg and historical lighthouse.
Kolo­brzeg, Küs­te und Leucht­turm, Foto 2012, Autor Kapi­tel, CC0 über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

Bei uns herrscht heu­te so ein tol­ler Sturm, daß ich oben in mei­nem Dorn­rös­chen­schloß fast mei­ne, er müß­te mich aus­he­ben. Wenn ich jetzt so still sit­ze, bebt alles unter mir; das wird wie­der eine unru­hi­ge Nacht geben, bei dem Schie­fergeklap­per. Möch­te mal den See­gang bei die­sem Sturm erle­ben. Wei­ter­le­sen!

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13. September 1940

Reichspost.jpg
Post­haus­schild der Deut­schen Reichs­post um 1923, Scan W. Ste­ven, über Wiki­me­dia Com­mons, CC BY-SA.3.0, 09.2015.

[400913–2‑1]

Am Frei­tag, dem 13. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Dein lie­ber Bote kam heu­te bei mir an. Ich dan­ke Dir schön, Liebs­ter! Am Diens­tag habt Ihr so tüch­tig ran gemußt; da gab’s ja kei­ne Minu­te Lan­ge­wei­le, Dei­nem Berich­te nach. Und der Herr Schul­meis­ter a. D. hat­te sogar ein wenig Unter­richt mit dem Herrn Regie­rungs­rat. Wei­ter­le­sen!

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10. September 1940

[400910–2‑1]

Diens­tag, am 10. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Nun habe ich wie­der mein lie­bes Zuhau­se um mich, und ich bin recht froh — füh­le mich wohl. Ges­tern abend um 6 Uhr traf ich wie­der hier ein.  Und seit ges­tern haben wir in uns[e]rer Gegend auch wie­der Regen­wet­ter. Alles sieht trost­los grau aus. Es liegt eine unru­hi­ge Zeit hin­ter mir. Die bei­den Jun­gen haben mei­ne star­ken Ner­ven direkt ange­grif­fen. Von mor­gens an, wenn sie die Augen auf­ta­ten, bis zum Abend ging ihr klei­nes Mund­werk, als wäre es auf­ge­zo­gen. Die­se Fragerei–bis aufs’ Blut [fr]agen sie dich aus! Und dabei sind sie so ver­wöhnt und auch ver­zo­gen, ich sag­te Dir das schon ein­mal.

[Johan­na Haa­rer schrieb meh­re­re Best­sel­ler zur Kin­der­er­zie­hung im ‘Drit­ten Reich’, wie hier Johan­na Haa­rer, 1939, Mut­ter erzähl von Adolf Hit­ler, J.F. Leh­manns Ver­lag, München/ Ber­lin.]
Wei­ter­le­sen!

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