Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Strafe

30. April 1942

[420430–1‑1] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 30. April 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Nun hau­sen wir schon eini­ge Stun­den im neu­en Bau. Und ein­mal hat das Man­ner­li nun drin geschla­fen, drei Stun­den nur, ach nein, nicht ganz. Ich muß­te doch noch sooo lieb Dein den­ken! Ach Her­ze­lein! Ich hab[‘] Dich doch ganz lieb­ha­ben müs­sen – […]

08. März 1942

[420308–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 8. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du, mei­ne lie­be [Hil­de]! End­lich kann ich mit Dir allein sein, Her­ze­lein! Der Sonn­tag kam ganz anders als gedacht. Den Got­tes­dienst konn­te ich nicht besu­chen, weil so viel Arbeit anlag. Kame­rad K. brauch­te sei­nen Sonn­tags­dienst nicht zu ver­se­hen. Als wir uns gegen 2 Uhr es eben […]

16. Juni 1941

[410616–1‑1] Mon­tag, den 16. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­lieb! [Hilde]lieb! Hol­de mein! Eigent­lich ist es schon Diens­tag, da ich Dir schrei­be – zu ganz unge­wöhn­li­cher Stun­de, früh­mor­gens um 2 Uhr. Darf ich gar nicht so laut mit Dir plau­dern, damit die Stil­le der Nacht nicht ver­letzt wird. Ach Gelieb­te!!!!! Haben wir schon mit­ein­an­der […]

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