23. Februar 1942

[420223–2‑1]

Mon­tag, am 23. Febru­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter, guter [Roland]!

Tau­wet­ter herrscht bei uns, es rinnt und tropft und plät­schert von den Dächern. Aber ehe die lie­be Son­ne den Schnee von den Stra­ßen abge­leckt hat, wird wohl noch ein Weil­chen hin­ge­hen; denn da liegt er zu hoch. Es scheint, wir krie­gen noch­mal neu­en Schnee. Die Wol­ken­bil­dung läßt dar­auf schlie­ßen. Und der Volks­mund sagt: „der Schnee, den die Son­ne leckt, der kommt wie­der.“ Na, wir wer­den ja sehen.

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22. Februar 1942

[420222–2‑1]

16.

Sonn­tag­abend, 20 15 Uhr.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]!

Um die­sel­be Zeit – heu­te vor 14 Tagen, Du! Da ging ich mit Dir die letz­ten Minu­ten Arm in Arm auf dem Bahn­steig auf und ab. Her­ze­lein! Denkst Du noch dar­an? Oh Du!!!

Ich habe so bit­ter­lich geweint als ich heim­fuhr. Ach Du! Ich muß­te doch mein Aller­liebs­tes zie­hen las­sen! Nur Du kannst ermes­sen, was das bedeu­tet – nur Du allein. Weil Du mich eben­so liebst, wie ich Dich. Gelieb­ter! Wir sind tap­fer, wir wol­len es! Wir müs­sen es! Aus tie­fer, star­ker Lie­be zuein­an­der!

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