04. Mai 1941*

 

Einmarsch in Athen
Deut­sche Pan­zer fah­ren am Hafen Thes­sa­lo­nikis vor­bei, 04.1941. Quel­le: Athens, Pho­to­gra­phic Archi­ves of the Arms Histo­ry Direc­to­ra­te. © Arms Histo­ry Direc­to­ra­te, Athens, über Hel­le­nic For­eign Poli­cy (1936–1944), 01.2017.

[410504–1‑1* unvoll­stän­dig, viel­leicht eine Mischung meh­re­ren Brie­fen]

[Thes­sa­lo­ni­ki,] Sonn­abend, den 3. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!

Wochen­en­de – nun ein­mal zur Abwechs­lung in Grie­chen­land. Ach Herz­lieb! Das klingt so leicht­hin und ist doch viel inhalts­schwe­rer. Vor einer Woche gin­gen die Gedan­ken 8 Tage vor­aus voll Span­nung auf das Kom­men­de. Nun sind wir an Ort und Stel­le, und all­zu­leicht ver­gißt man, was dazwi­schen lag. Wei­ter­le­sen!

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25. Januar 1941

T&Savatarsm[410125–2‑1]

Sonn­abend, am 25. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter!! Du!!

Nun bin ich wie­der ganz, ganz Dein! Nur für mein Herz­lieb bin ich da. Von mei­ner Hams­ter­fahrt, noch im grau­en Däm­mer des anbre­chen­den Tages, bin ich unbe­hel­ligt zurück­ge­kehrt. Gefah­ren bin ich, dies­mal wars’ [sic] ganz ange­nehm! Wei­ter­le­sen!

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26. Dezember 1940

T&Savatar[401226–1‑1]

Mitt­woch, den 25. Dezem­ber [’]40.

Mein lie­bes, teu­res Herz!

1. Weih­nachs­fei­er­tag am Abend. Herz­lie­bes! Was gibst Du wohl jetzt an? Sitzt viel­leicht am Radio, wenn ihr es noch gekriegt habt? Heut[’] gab es eine Fest­auf­füh­rung der Bohè­me von [Gia­co­mo] Puc­ci­ni. Ich habe nur ein ganz klei­nes Stück gehört, herr­li­che Stim­men, und gera­de wie­der die Stel­le vom klei­nen Händ­chen [„Che geli­da mani­na“]! Ach Du! Was ruft die­se Musik her­auf an Seehnen und Süße!! Mein Tages­lauf heu­te? Um 8 Uhr Wecken. Um ¼ 10 Uhr gemein­sa­mes [F]rühstück: Beleg­te Bröt­chen, Boh­nen­kaf­fee. 10–12 Uhr: An Dei­nem [B]rief geschrie­ben. 12 Uhr Mit­tag: Rum­steak [sic], Rot­kraut, Pud­ding. Ab 1 Uhr Mit­tags­ru­he. ¼ 4 Uhr weck­te man mich zur Arbeit: Rest­li­che Pho­to­al­ben waren gekom­men und muß­ten beschrif­tet wer­den. Wei­ter­le­sen!

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28. September 1940

[Am 28. Sep­tem­ber 1940 war aus Lon­don zum ers­ten Mal Radio Bel­gi­que zuhö­ren: https://youtu.be/7B_wk4_ti‑w.]

[400928–1‑1]

Sonn­abend, den 28. Sep­tem­ber 1940.

Lie­bes, teu­res Herz, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du!

Einen Kir­mesgruß hast Du ange­kün­digt, einen Kir­mes­gruß sollst Du von mir haben, sie sol­len sich kreu­zen zum guten Zei­chen, Du! Wie wird Dich mei­ne Bote tref­fen, am Mon­tag, dem rich­ti­gen Kirch­weih­tag? [Du] Liegst viel­leicht noch in dei­nem Bett­lein, das lie­be Köpf­chen ins Kis­sen gedrückt? Nimmst [Du] mich gleich noch ein bis­sel [sic: biss­chen] mit hin­ein, Du, bit­te, bit­te!? Wei­ter­le­sen!

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27. August 1940

GGrenR1 Offz u Grenadier 1824
Post­kar­te, 1824. Über Wiki­me­dia Com­mons. 09.2015.
[400827–1‑1]

S. am 27. August 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Die­se Anre­de aus der Braut­zeit, aus uns[e]rer Zeit des War­tens, soll nun noch län­ger Gel­tung behal­ten. Nun komm, Herz­lie­bes, und laß Dir berich­ten. Voll Span­nung fuhr ich nun nach Dres­den. Ich gab mein Gepäck auf. Mit mei­nem Früh­stück bin ich durch den gro­ßen Gar­ten gegan­gen, unse­ren Weg, weißt Du noch, zum letz­ten Male in Frei­heit. Zurück zum Haupt­bahn­hof. Eine Fleisch­brü­he habe ich noch genos­sen — dann trat ich den schwe­ren Gang an, 10 Minu­ten vor 12. Ich fand dort schon alles ver­sam­melt und ein­ge­teilt, frag­te mich durch und stand dann und fand mich ver­las­sen mit­ten unter einer Grup­pe von Kraft­fah­rern. Wei­ter­le­sen!

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