27. September 1941

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Sonn­abend, den 27.9.41

Herz­al­ler­bliebs­te!

Noch schnell, bevor der Zug aus­läuft, ein klei­nes Zei­chen. Nach lan­gem Anste­hen habe ich nun end­lich einen Platz erobert im Zuge. Er fährt 1145 Uhr ab. Du wirst mich in Gedan­ken schon ganz wo anders suchen. Und ich wünsch­te, ich wäre auch schon wei­ter. Ich will nun wie­der an den Ort, von dem aus ich wie­der vor­aus­den­ken kann zu Dir, zum nächs­ten Urlaub, zur nächs­ten Heim­kehr. Die Unter­bre­chung, so schön sie schei­nen mag, sie ist es nicht. Aber ich habe wenigs­tens ein­mal rich­tig geschla­fen, in der Wehr­machts­un­ter­kunft, auf mei­nem wei­ßen Kopf­bett­lein, das Ihr mir geschenkt habt. Wei­ter­le­sen!

11. Juli 1941

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Frei­tag, den 11. Juli 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!

Mein Herz­lieb ist doch auf der Rei­se ganz mit dem Kalen­der durch­ein­an­der­ge­kom­men, ich mei­ne jetzt mit dem Zet­tel­ka­len­der. Dein lie­bes Geden­ken von der Sta­ti­on der Heim­rei­se erreich­te mich heu­te, datiert vom 5.6.41 (!) der Post­stem­pel aber lau­tet vom 4.7.41. Ist mei­nem Wei­berl eine 1 ver­rutscht. Nun ist es gewiss längst zu Hau­se, ganz schnell ist es gefah­ren, Du! Mein Herz­lieb! Mein ein­zi­ges! Flieht nach Hau­se! Flieht zum Man­ner­li! Du! Du!! Gelieb­te! Komm zu mir! Birg Dein lie­bes Köpf­chen an mei­nem Her­zen! Mein Reh­lein! Mein Herz­blü­me­lein! Hier bist Du daheim! Hier bist du gebor­gen! Du!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!