Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Stadt

14. November 1942

27.)

Sonn­abend, am 14. Novem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du! 

Ach Her­zens­man­ner­li, end­lich! Was doch alles erst getan sein will, ehe ich zu Dir kom­men kann. Aber eher fin­de ich auch nicht Ruhe, bei Dir zu sit­zen. Die Mutsch kocht Mar­me­la­de und will anschlie­ßend plät­ten. Es liegt noch aller­lei da von der Wäsche her. Ich habe all meine […]

08. November 1942

Sonn­abend­abend, den 7. Novem­ber 1942 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein Man­ner­li war heu­te in der Stadt. Zusam­men mit dem Kame­rad L.. Das hat­te den Vor­teil, daß ich gleich an die wich­tigs­ten Punk­te geführt wur­de: Schloß, Natio­nal­thea­ter, in einen schö­nen Park inmit­ten der Stadt, durch die Haupt­ge­schäfts­stra­ßen. Das hat­te aber den Nach­teil, daß das Man­ner­li nicht nach seinem […]

11. Juli 1941

[410711–1‑1] Frei­tag, den 11. Juli 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein! Mein Herz­lieb ist doch auf der Rei­se ganz mit dem Kalen­der durch­ein­an­der­ge­kom­men, ich mei­ne jetzt mit dem Zet­tel­ka­len­der. Dein lie­bes Geden­ken von der Sta­ti­on der Heim­rei­se erreich­te mich heu­te, datiert vom 5.6.41 (!) der Post­stem­pel aber lau­tet vom 4.7.41. Ist mei­nem Wei­berl eine 1 […]

01. Mai 1941

[410501–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 1. Mai 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!! Mei­ne [Hil­de]!!! 1. Mai ist tat­säch­lich heu­te. Hier blü­hen die Rosen, som­mer­li­che Hit­ze herrscht über­all, und man kann rich­tig aus dem Kalen­der gera­ten. Wir haben wie­der viel Arbeit mit dem Abla­den und Ein­räu­men und Rein­ma­chen – ich habe mich eben mal bissel […]

21. April 1941

[410421–1‑1] Mon­tag, den 21. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!! Bul­ga­ri­scher Oster­mon­tag heu­te! Von 3 Uhr an durf­ten wir aus­ge­hen und mit­fei­ern – ein herr­li­cher Tag wie­der wie der gest­ri­ge. Am Vor­mit­tag sind wir zum Sport­platz gezo­gen und haben Fuß­ball gespielt, zu Mit­tag ein wenig geruht – und dann wie­der aus­ge­flo­gen. Jetzt […]

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