Trug und Schein: Ein Briefwechsel

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27. Oktober 1941

[411027–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 27. Okt. 1941 Her­ze­lein, Du! Gelieb­tes Herz! Mei­ne Hil­de! Du mußt aber lieb, so lieb mein den­ken – soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen, soviel Freu­de! Du! Du!!! Ich lie­be Dich so sehr! Ges­tern abend [sic]. Ich war fer­tig mit Dei­nem Boten. Der Regen drau­ßen wur­de hef­ti­ger und es blit­ze und don­ner­te. Ich […]

31. Mai 1941

[410531–2‑1] Pfingst­sonn­abend, am 31. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Glo­cken­klang dringt von drau­ßen her­ein in’s Zim­mer, es ist gleich 7 Uhr abends. Sie läu­ten das Pfingst­fest ein! So schön ist das immer und so sin­nig – ach Herz­lieb! Könn­test Du nun heu­te, wie es frü­her war, an mei­ner Sei­te sein, […]

24. April 1941

[410424–1‑1] Don­ners­tag, den 24. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Dein [Roland] sitzt drau­ßen im Schul­hof. Es mag gegen 5 Uhr sein. Es ist wie­der ein fri­scher, son­ni­ger Tag heu­te – und heu­te blei­be ich zu Haus. Die Son­ne scheint mir ins Gesicht. Sie neigt schon wie­der merk­lich nach Wes­ten, in die […]

06. April 1941

[410406–1‑1] Sonnabend/Sonntag [sic], den 6. April 1941 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du! Gelieb­te, Hol­de mein!! Es ist Sonn­tag in der stil­len Mor­gen­frü­he. Unser Zim­mer hat die Fens­ter nach Osten, und die Strah­len der Mor­gen­son­ne kün­den einen neu­en Tag. Alle Tage kommt sie, die lie­be Son­ne – und bleibt – und scheint und wärmt – noch kei­nen trüben […]

26. März 1941

[410326–1‑1] Mitt­woch, den 26. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! End­lich, end­lich ist heu­te die Post in Gang gesetzt wor­den! Du armes, lie­bes [,] hast nun so lang war­ten müs­sen. In 3 — 4 Tagen heißt es, kön­nen wir mit der ers­ten Post aus der Hei­mat rech­nen. Uns[e]re Feld­post soll mit dem […]

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