04. Januar 1941

[410104–1‑1] Sonn­abend, den 4. Janu­ar 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Du!!! Du, ich glau­be, die Post ist jetzt außer Rand und Band. Ist ja auch kein Wunder.:[sic] Neu­jahrs­ver­kehr, Zug­ver­spä­tun­gen wegen Eurem vie­len Schnee, Alar­me. Bei uns kom­men jetzt täg­lich auch 2 gro­ße Post­sä­cke an, Weih­nachts­sen­dun­gen zumeist, vie­le Pake­te schon beschädigt. 

01. Oktober 1940

[401001–1‑1] Diens­tag, den 1. Okto­ber 1940 Lie­bes, teu­res Herz, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Ein schö­ner Spät­som­mer­tag geht zu Ende. Uns[e]re Exer­zier­wie­se sah heut[e] mor­gen weiß aus. Vom Mee­re blies ein fri­scher Wind. Ange­nehm, wie die­ser Tag war auch der Dienst heu­te. Für den Sport war es das rich­ti­ge Wet­ter, und als Abschluß gab es einen klei­nen Aus­marsch mit […]

10. September 1940

[400910–1‑1] Diens­tag am 10. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Müde sind wir heu­te alle! Das war ein bun­ter Tag heu­te. Es begann plan­mä­ßig mit dem Grup­pen­un­ter­richt. Den hält unser Unter­of­fi­zier, Feu­er­werks­maat D., er hat sich auf dem [sic] Sonn­tags­gruß unter­schrie­ben [sic: wohl ver­schrie­ben]. Ein schnei­di­ger, zacki­ger Kerl, ich schät­ze ihn 22 Jah­re, im Zivil­be­ruf ist […]

25. Mai 1940

[400525–1‑1] S. am 23. Mai 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du! So lan­ge brauch­te ich nicht nach der Feder zu grei­fen! Still ist es wie­der gewor­den in mei­nem Hau­se [sic], nach fro­her Gesel­lig­keit nun dop­pelt und selt­sam still. Ich spü­re früh­mor­gens nicht mehr den Atem hin­ter mei­ner Tür, brau­che nicht mehr rück­sichts­voll lei­se zu tre­ten. Du stehst […]

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