Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Speisen

01. November 1942

15.)

Sonn­tag­abend, am 1. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] Du! Herzelein! 

Das Bes­te kommt zuletzt! Ja Du, das ist nicht nur eine lee­re Redens­art, Du bist mir wirk­lich das Bes­te, und zu Dir kom­me ich am liebs­ten, wenn gar­nichts mehr vor­liegt, wenn nichts mich drängt, damit ich ganz unge­stört bei Dir sit­zen kann. 

Mein Schät­ze­lein! Sonn­tag heute. […]

29. Oktober 1942

[421029–1‑1]

Mon­tag, Don­ners­tag, den 29. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor­bei der Dienst. Er ließ sich heu­te so flau an und brach­te auf die letz­te Stun­de noch einen gan­zen Schwung Arbeit. Bin auf dem Heim­weg noch ein Rin­gel durch den Park gegan­gen. Ein grau­er, rau­er Herbst­tag ist heu­te – das hab ich erst am Abend gemerkt. […]

22. Oktober 1942

[421022–1‑1]

Mitt­woch, den 21. Okt. 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Unser Stünd­lein ist gekom­men. Hu – das Man­ner­li hat fein Abend­brot gehal­ten, und wenn es so wäre wie im Urlaub, mein Plätz­chen neben Dir auf dem Kanon­a­pee [sic], dann wäre ich wohl erst mal ein bis­sel müde – vom reich­li­chen Abend­brot. Fett­schnit­ten gab’s, dazu Wein­trau­ben und geba­cke­ne Mak­ka­ro­ni­nu­deln (um mich […]

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