24. Juli 1938*

[380724–1‑1*]

[*unda­tiert, wohl 24. Juli 1938]

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Eben kom­me ich von der Post, ich sel­ber kom­me, und bin nun im Besitz Ihrer lie­ben Zei­len, sit­ze nun in mei­ner Kam­mer und beei­le mich, Ihnen zu schrei­ben.

Als ich in Wer­ni­ge­ro­de abfuhr, war ich in gro­ßer Sor­ge, daß ich die Fahrt gut über­ste­hen möch­te. Noch in Leip­zig dau­er­te es mir zu lan­ge. In Dres­den war mir dann merk­lich leich­ter. Ich bekam Appe­tit und trank in Bahn­hof ein Känn­chen Scho­ko­la­de und kam dann zu Hau­se ziem­lich frisch an. Der Gedan­ke, zu Hau­se nicht schwach zu erschei­nen und die Gewiß­heit, daß mir nun gehol­fen wür­de, lie­ßen mich zu Kräf­ten kom­men, sodaß ich am Dok­tor vor­bei mar­schier­te. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error