10. August 1941

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Sonn­tag, den 10. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!!

Du bist zu mir gekom­men, heu­te, zum Sonn­tag! Ich dan­ke Dir so sehr! Nun weiß ich auch, war­um es am Sonn­abend und Sonn­tag so still um mich war! Wie deut­lich ich das doch gefühlt habe! Ich wuß­te doch gar nicht vor­her, daß Du in Glauchau weil­test! Herz­lieb! So leben­dig und gegen­wär­tig ist mir Dei­ne Lie­be immer sonst! Ach – und wenn nun nicht schon wie­der 8 Tage dazwi­schen­lä­gen und wir unse­rem Wie­der­se­hen nicht schon 8 Tage näher wären, müß­te ich Dich doch erst ein­mal ganz lieb trös­ten. Aber dar­über und dazu gibt es doch fast gar kei­nen Trost mehr – wir sind nun bei­de so voll Sehn­sucht und Ver­lan­gen und Unge­duld – Gott im Him­mel hel­fe uns in Gna­den! Wei­ter­le­sen!

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02. Juli 1941

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G. am Mitt­woch, 2. Juli 41.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!

Heu­te habe ich mich schon am Mor­gen hin­ge­setzt, Dein zu den­ken. Heu­te Nach­mit­tag kommt Besuch, Mari­an­ne mit Chris­ti­an aus Löbau. Da kom­me ich nicht dazu, mich zurück­zu­zie­hen. Seit wir in G. sind reg­net es nun, das ist so scha­de! Wir kön­nen uns gar­nichts wei­ter vor­neh­men, als [ein][ma]l einen kur­zen Gang durch die Fel­der, ein­mal sind wir nach der klei­nen Lan­des­kro­ne. Ges­tern gegen Abend spa­zier­ten wir alle nach K. zu und wur­den wie­der von einem Platz­re­gen über­rascht. Wei­ter­le­sen!

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18. Mai 1941

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Sonn­tag­abend, am 18. Mai 1941

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, guter [Roland]!!

Das Brief­pa­pier ist alle und ich habe nir­gends in der Stadt wel­ches auf­trei­ben kön­nen. Erst kom­men­de Woche bekom­men die Geschäf­te wie­der wel­ches her­ein. Aber dies hier ver­rich­tet es auch ein­mal, ja? Wenn es nur so beschaf­fen ist, daß mein Herz­lieb alles Lie­be erken­nen kann, das ich ihm schrei­ben und sagen will! Dann ist’s schon gut. Wei­ter­le­sen!

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21. April 1941

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Mon­tag, am 21. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb! Der ers­te Tag mei­nes gemein­sa­men Haus­hal­tens mit der l. [sic] Mut­ter ist her­um. Und ich kann nur sagen, daß es recht nett ist so zu Zwei­en, und ich füh­le mich sehr wohl dabei. Will Dir erzäh­len wie unser Tag ver­lief: Früh bis ½ 8 Uhr wird geschla­fen, [Hil­de] (ohne) steht zuerst auf und lüf­tet, macht Feu­er, kocht Kaf­fee (natür­lich, ohne zu ver­ges­sen, vor­her fein Toi­let­te zu machen!) wenn ich den Kaf­fee­tisch gedeckt habe, wecke ich Mut­ter – d[as] h[eißt] sie kommt von selbst, wenn sie mich han­tie­ren hört! Dann geht’s gemein­sam ans Mit­tag­essen berei­ten. ½ 12 [Uhr] erscheint Mutsch und freut sich, daß wir uns so gut ver­tra­gen mit­ein­an­der. Nach dem Auf­wa­schen wird ein bis­sel [sic: biss­chen] geruht, dabei hören wir Nach­rich­ten. Dann: Start der Feder­hal­ter! Von ½ 3 – 5 Uhr! Wei­ter­le­sen!

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21. April 1941

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Sonn­tag, den 20. April 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Gelieb­te mein!!

Wo soll ich nun anfan­gen mit dem Erzäh­len? Sollst doch teil­neh­men an allem, was hier vor­geht und was wir hier erle­ben! Ein Päck­chen, wie­der von Dir!, kam heu­te an – mit Fil­men. Konn­te ich gleich einen ver­knip­sen heu­te und brauch­te nicht zu gei­zen. Er geht mit die­ser Post ab, und ich bin gespannt, ob die­se Packun­gen unan­ge­tas­tet in Dei­ne Hän­de gelan­gen. Für Dei­ne Besor­gun­gen sei recht lieb bedankt – noch viel lie­ber für Dei­nen Gruß – ich freue mich, daß Du mir die sin­ni­gen Kar­ten schickst – sind doch sehr schön und sin­nig. Wei­ter­le­sen!

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