Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Spaziergang

12. November 1942

Don­ners­tag, den 12.11. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Guten Mor­gen! Guten Mor­gen – guten Mor­gen —!!! Es sieht es doch gar nie­mand – bin doch allein im Zim­mer eben, Du! Du!!! Und Du bist auch allein — ach Schät­ze­lein! Wenn ich es sagen dürft! ich hab doch schon wie­der viel Sehn­sucht nach Dir!

Ist eben mal ein […]

01. März 1942

[420301–1‑1] Sonn­tag, den 1. März 1942 Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be liebs­te [Hil­de]! Abend ist es wie­der. Fast die­sel­be Stun­de, da Du am ver­gan­ge­nen Sonn­tag mein so lieb dach­test. Oh Du! Mein lie­bes, lie­bes Weib! Mein Son­nen­schein! Mein Leben Du! Ich war heu­te so ein wenig unzu­frie­den und zer­fal­len mit mir sel­ber. Gegen 6 Uhr […]

28. Februar 1942

[420228–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 28 Febr. 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Du! Mein lie­bes, teu­res Herz! Den letz­ten schrei­ben wir nun heu­te vom kur­zen Monat Febru­ar. Er war uns gar hold, der kur­ze Monat Febru­ar, im vori­gen Jah­re und in die­sem wie­der. Und der nun fol­gen­de, der Monat März? Im ver­flos­se­nen Jah­re ^hat er mich Dir ent­führt. Was […]

04. Januar 1942

[420104–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, d.[en] 4. Janu­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Schät­ze­lein, gelieb­tes! Voll Fra­gen und Span­nung und Erwar­tung ist doch Dein Man­ner­li – ganz voll, daß es ihm bei­na­he das Herz­lein beklem­men will: ob ich denn zu Dir kom­men darf? Zu Dir? Ob es denn über kur­zem schon wahr wer­den soll, daß […]

9. November 1941

[411109–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 9. Nov. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Ein­ge­trie­ben sind wir wie­der. Von uns[e]rer Wan­de­rung zum Kapel­len­berg. Du weißt schon, wel­chen ich mei­ne. Es ist eines uns[e]rer liebs­ten Wan­der­zie­le gewor­den. Und heu­te haben wir es auf einem ganz neu­en Wege ange­steu­ert (wir sind doch See­leu­te!), der hat uns […]

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