18. August 1941

T&Savatar[410818–1‑1]

Mon­tag, den 18. August 1941

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!!!

Für Dei­nen lie­ben Boten vom Diens­tag sei recht, recht lieb bedankt. Es ist mir so lieb zu wis­sen, daß Du mich in mei­nem Sor­gen ver­stan­den hast, daß Du mitra­ten hilfst in uns[e]rem Her­zens­an­lie­gen. Ich habe es nicht anders erwar­tet, Gelieb­te! So gewiß Du sein darfst, daß mei­ne vor­ge­tra­ge­nen Sor­gen kei­ne Aus­flucht und kein Aus­wei­chen sind, so bin ich es dar­über, daß Du nicht kurz­sich­tig und schmol­lend die Erfül­lung un[e]sres Her­zens­wun­sches über­ei­len willst. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

03. August 1941

T&Savatar[410803–1‑2]

Sonn­tag, den 3. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!!

Ach Du! Das war zunächst eine Ent­täu­schung heu­te: Dein lie­ber Bote kam nicht, schon den drit­ten Tag. Wor­an das lie­gen mag? Kame­rad H. ging auch leer aus und ich frag­te Kame­ra­den aus der näm­li­chen Gegend, sie war­te­ten auch ver­ge­bens. Also haben wir uns mit­ein­an­der getrös­tet – und mein Herz­lieb kann doch gar nicht [sic] dafür!!! Aber, um einen Spaß zu haben und uns[e]re Stim­mung etwas auf­zu­bes­sern, haben wir die Gekränk­ten gespielt; haben gedroht mit Ein­stel­len jeden Brief­ver­kehrs, daß wir unse­ren Groll nun wer­den hin­un­ter­spü­len und uns hier in Grie­chen­land küm­mern müs­sen! Siehs­te! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

22. Juni 1941

T&Savatarsm[410622–2‑1]

Sch., am 22. 6. Sonn­tag 1941.

Gelieb­ter! Mein [Roland]!

Oh Du!! Wo soll ich denn zuerst begin­nen? Soo viel stürm­te heu­te auf mich ein. Du!! Du!! Freu­de, die mich erfüllt, die sich Dir kund tun will – Sor­ge, die mich bedrückt, die sich Dir mit­tei­len möch­te. Ach Herz­lieb! Will ich mir doch erst die Sor­ge von der See­le schrei­ben, Du!!! Auch Du wirst heu­te die­sel­be Sor­ge mit mir tei­len. Es geht ja wie­der um unser Vater­land, um uns[e]re vie­len, tap­fe­ren Sol­da­ten, ach Du!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

25. März 1941

T&Savatar[410325–2‑1]

Diens­tag, am 25. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!

Du!! Ich habe wie­der von Dir träu­men müs­sen heu­te Nacht. Herz­lieb!! Weil ich so voll Sehn­sucht nach Dir bin. In eine Kir­che trat ich – nach lan­gem Wan­dern durch eine mir völ­lig unbe­kann­te Gegend, vie­le Seen und Wie­sen sah ich, Som­mer war; denn ich trug ein leich­tes, dün­nes Kleid – und als ich ein­trat, allein, in die Küh­le des [G]otteshauses, um mich ein wenig nie­der­zu­las­sen – da hör­te ich Orgel­mu­sik und – es war, als set­ze mein Herz­schlag aus – das konn­te nur einer spie­len – so kann nur einer spie­len – mein [Roland]! Ich spü­re ganz deut­lich noch die süße, wun­der­sa­me Unru­he, die mich erfaß­te. Du!! Von Schu­bert „An die Musik“ spiel­te die Orgel – so deut­lich hör­te ich die ver­trau­te Melo­die. Und ich ging den Tönen nach, die schma­le Trep­pe hin­auf, und Gelieb­ter!! Da sah ich Dich! Dich, mein Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error