Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Sonntag

26. Februar 1940

[400226–2‑1] O., am 25. Febru­ar 1940 Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Ein herr­li­cher Sonn­tag ist heu­te, mit soviel Son­nen­schein und blau­em Him­mel. Ach Du! Nun wird bestimmt rich­ti­ger Früh­ling — wie ich mich freue, die­ses Jahr — ich kann es kaum noch erwar­ten, bis ich wie­der mit Dir hin­ein­wan­dern kann in die schö­ne, blü­hen­de Welt. Du!, […]

28. Januar 1940

[400128–2‑1] O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!]. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zeichen […]

02. Mai 1939

[390502–1‑1] L. am 2. Mai 1939. Am Diens­tag. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Und am Diens­tag, da ist alles gewe­sen. So sag­te ich vor­aus­schau­end in den Tagen mei­ner Unge­duld. Und nun ist es wie­der Diens­tag. Und es ist doch man­ches geblie­ben, mehr als sonst. 

22. April 1939

[390422–1‑1] L. am 22. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Soviel Fei­er­ta­ge, die ich ohne Dich ver­brin­gen muß! Dar­über kann nur trös­ten, mei­nen Boten bei Dir zu wis­sen und die Freu­de, Dei­nen Boten zu emp­fan­gen. Ich habe mich sehr gefreut über Dei­nen Bericht, den ich am vori­gen Sonn­tag erhielt. Wenn ich Dei­ne Brie­fe die ers­ten Male lese, […]

27. Januar 1939

[390127–1‑1] L. am 23. Jan. 1939 Am Mon­tag. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Eben kom­me ich von mei­nem Spa­zier­gang nach Hau­se. Einen Blick muß­te ich wer­fen nach dem Wes­ten. Ver­gan­ge­ne Woche war ich eini­ge­ma­le [sic] abends unter­wegs. Wenn Gedan­ken und Gefüh­le mich bestür­men, dann treibt es mich hin­aus. Es ist, als ob sie tief dann unter dem gleichmäßigen […]

Nach oben scrollen