Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Soldatenleben

02. Juli 1941

[410702–1‑1] Mitt­woch, den 2. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Herz­lieb mein! So, nun schreibt der Hubo wie­der mit den Ande­ren an einem Tische. Jetzt ist er näm­lich ein paar Mal abends aus­ge­zo­gen neben­an in die Schreib­stu­be – weil er mit sei­nem Geburts­tags­kind ganz allein sein woll­te. Die Kame­ra­den haben mich auch geneckt des­we­gen, aber das […]

12. April 1941

[410412–1‑1] Sonn­abend, den 12. April 1941, Oster­sonn­abend. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Du!! Mein Herz­lieb ruht jetzt in wei­ßen Kis­sen. Drau­ßen reg­net es, reg­net. Unser Schul­platz ist ein See. Ich hät­te nicht geglaubt, daß es hier so reg­nen könn­te. Und der Hubo? Hat kei­ne Wache – aber etwas Ähn­li­ches: „Läu­fer”. Die­sel­be Dienst­zeit wie die Wachen, aber […]

07. April 1941

[410407–1‑2] Mon­tag, den 7. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­leib, Gelieb­te mein!! Nun war­te ich so wie Du auf den lie­ben Boten, der mir kün­det, daß Du erlöst wur­dest von dem quä­len­den, unge­wis­sen War­ten. Herz­lieb! Möch­te Dich die Freu­de dar­über reich ent­schä­di­gen, daß all die lie­ben Zei­len von Dei­ner Hand mich antref­fen bei bes­tem Wohl­be­fin­den, daß […]

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