Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Soldat

11. August 1938

L. am 11.8.1938 5 6 //7 [*]// 8 9 10 11 12 13 14 [*] Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! /Das waren ein paar schwe­re Tage. Uns[e]re Groß­mutter ist mit­ten aus ihrem Sor­gen / und Schaf­fen abge­ru­fen wor­den. Gott gab ihr ein gnä­di­ges Ende. Vori­ge Woche ging ich baden, Diens­tag und Mitt­woch in B., Don­ners­tag und Frei­tag in G.. […]

16. Juli 1938

[380716–1‑1] L. am 16. Juli 1938. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Ich war guter Hoff­nung und doch bis zuletzt im Zwei­fel. Dan­ken Sie Ihren Eltern für die hoch­her­zi­ge Zusa­ge. Schät­zen Sie sich glück­lich, daß Sie eine Mut­ter haben, die Ihnen manch­mal eine Moral­pre­digt hält in Sor­gen um Ihr Glück, muß soviel Güte nicht zuletzt von Segen sein? […]

11. Juni 1938

[380611–1‑1] 7.6.38 B. am 11. Juni 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Wie soll ich das abbit­ten? Ich war klein­gläu­big und miß­trau­isch und tat Ihnen weh. Mit dem Miß­trau­en habe ich zuwei­len zu kämp­fen. Ein Schuß davon ist zuwei­len auch gut und heil­sam, aber im Ver­hält­nis zu Ihnen darf ich es nicht dul­den. Ver­zei­hen Sie mir. Plea­se […]

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