25. Februar 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. Febru­ar 42

Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein lie­ber Bote ist wie­der zu mir gekom­men heu­te, Mit­tel­punkt und Son­nen­kraft mei­nes Tages, Gelieb­te! Acht Tage lang ist die Post gut gegan­gen, sechs Tage braucht sie bis zu mir. Heim­wärts geht sie meist ein wenig schnel­ler – und Du wirst nun auch von mir Nach­richt haben. Schrieb ich Dir schon, daß auch Dei­ne Boten samt den Nach­züg­lern in mei­ner Hand sind? Her­ze­lein! Auch die ganz dicken aus den Tagen kurz vor dem Urlaub, die schier bers­ten wol­len vor Lie­be und Freu­de und Unge­duld! Du!!! Du!!!!!

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10. Januar 1941

T&Savatar[410110–2-1]

Frei­tag, am 10. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!!! Mein lie­ber, lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Du!! Ich bin aber jetzt so müde, daß ich gleich umsin­ken könn­te in mei­ne Sofa­ecke und schla­fen! Wun­derst Dich war­um? Den gan­zen Vor­mit­tag bin ich rum­her gerannt; nach dem Essen schnell Vatern seins hin­ge­schafft, da war ich gleich mit bei Hil­de K., ob die Bil­der fer­tig wären, von der Ski­par­tie! Heim­ge­kom­men, habe ich auf­ge­wa­schen, die Küche sau­ber gemacht, Haus­ord­nung gescheu­ert und geboh­nert; unter­des­sen das Bade­was­ser auf den Ofen gebracht, die Wan­ne start­be­reit auf­ge­stellt und dann ging’s los! Das Baden natür­lich! Du!! Wei­ter­le­sen!

8. Januar 1941

­­­­­­­­­­­­­­­­T&Savatar[410108–2-1]

Mitt­woch, am 8. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter mein!! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Das Wet­ter ist heu­te gar wun­der­lich. Nebel, Feuch­tig­keit – und sowie sich die Feuch­tig­keit nie­der­läßt gefriert alles. Es wird ein gefähr­li­ches Fah­ren nun auf den Stra­ßen. Schnee fällt seit ges­tern nicht mehr. Mei­ne Bret­ter ste­hen im Stall, sie war­ten. Aber da kön­nen sie schon immer Geduld üben, ihre Her­rin hat kei­ne Erlaub­nis von ihrem Herr­chen bekom­men, zu fah­ren: D[as] h[eißt] in den nächs­ten Tagen nur nicht, beson­de­rer Umstän­de hal­ber! Und sie ist ganz ver­nünf­tig und folg­sam, sie ver­steht Herr­chens Sor­ge recht. Du!!! Es muß auch nicht sein dann; da bin ich schon frü­her vor­sich­tig gewe­sen. Aber viel­leicht muß ich am Sonn­abend doch noch ein­mal zur Bau­ers­frau nach N. fah­ren! Vater hat bis abends 600 [Uhr] Dienst, ich mag ihn dann nicht noch da hin­un­ter lau­fen las­sen, es ist ja so beschwer­lich zu gehen bei die­sem Schnee. Und Sonn­tag dar­auf muß er früh sam­meln geh[e]n. Das dau­ert mich. Und But­ter brau­chen wir aber auch! Also wer­de ich ganz lang­sam fah­ren, ich neh­me mir Zeit. Wei­ter­le­sen!

07. Januar 1941

T&Savatarsm[410107–1-1]

Diens­tag, den 7. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!!

Schon ist mein Dein lie­ber Bote von ges­tern in mei­ner Hand. Ja, ja, das Schick­sal schrei­tet schnell – nun weiß auch ich es schon — von Dir sel­ber – nun stehst vor mir und war­test, was ich sage. Kannst Dir wohl den­ken, wel­che Geschich­te sich mir am meis­ten auf­drängt. Wei­ter­le­sen!

6. Januar 1941

T&Savatarsm[410106–2-1]

Mon­tag, am 6. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du!

Nun ist Bahn frei für Dich! Heut[‘] früh bin ich gleich zuerst mal auf Koh­len­han­del gewe­sen. Beim Koh­len­mann, dann auf dem Rat­haus, ich habe einen Antrag bekom­men, nun halt auch Du die Dau­men mit fest, daß sie bewil­ligt wer­den! Du!! Noch 41 Tage sind es ab heu­te, bis Du kommst, mein lie­ber Mann! Wir wol­len ja nicht frie­ren bei uns, ja? Uns[e]re Wär­me läßt auch ein­mal nach, wenn wir immer nur spen­den und füh­ren kei­ne neue hin­zu! [E]‘S wird schon klap­pen – ich rück’ ihnen immer wie­der auf die Bude. Wei­ter­le­sen!