06. Mai 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 6. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Fei­er­abend ist. Kurz vor sie­ben Uhr. Der Feder­hal­ter ist bald heiß­ge­lau­fen. Das ist ein wenig über­trie­ben. Denn mit der Feder wird das wenigs­te geschrie­ben. Und so scharf war das Arbeits­tem­po am heu­ti­gen Nach­mit­tag gar nicht, obwohl Arbeit genug daliegt. Aber was nicht gera­de eilt, kommt auch mor­gen noch zurecht.

Wei­ter­le­sen!

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19. November 1940

Greek Offensive 1940 41 in Northern Epirus.svg
Grie­chi­sche Offen­si­ve gegen die ita­lie­ni­sche Armee, 1940 und 1941, Foto von Ale­xi­k­oua, 10.2014, auf Basis von DEMIS Map­ser­ver, lizen­ziert unter CC BY-SA 4.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.

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Diens­tag, den 19. Novem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de mein!

Wenn ich die­sen Brief viel­leicht und hof­fent­lich auch nicht abzu­schi­cken brau­che, so mag ich doch auf die Plau­der­stun­de mit Dir nicht ver­zich­ten, Du! Herz­lie­bes! Dein neu­es Bild! Du hast es so beschei­den bei­gelegt. Es gefällt mir so gut, Du! So eins hast [Du] mir noch gar nicht gezo­gen, solch [ein] Gesicht. Amts­mie­ne wür­dest Du bei mir sagen. Was ist es über­haupt mit der Amts­mie­ne? Es ist ein stren­ges Gesicht, aus dem ein Wol­len, Bestim­men, Herr­schen über ande­re spricht, oder auch, in dem sich eine Reser­ve, Zurück­hal­tung, Abstand gegen­über der Umwelt aus­drückt. Die­ses Amts­ge­sicht ist also wohl nicht unser wah­res, natür­li­ches Gesicht in Ruhe­stel­lung, es ist aber auch nicht als ein fal­sches Gesicht zu bezeich­nen. Die Men­schen um uns her zwin­gen uns, Gesich­ter auf­zu­ste­cken und zu schnei­den. Du! Wei­ter­le­sen!

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