Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Sittlichkeitsnorm

06. Mai 1942

[420506–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 6. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Fei­er­abend ist. Kurz vor sie­ben Uhr. Der Feder­hal­ter ist bald heiß­ge­lau­fen. Das ist ein wenig über­trie­ben. Denn mit der Feder wird das wenigs­te geschrie­ben. Und so scharf war das Arbeits­tem­po am heu­ti­gen Nach­mit­tag gar nicht, obwohl Arbeit genug daliegt. Aber was nicht gera­de […]

19. November 1940

[401119–1‑1] Diens­tag, den 19. Novem­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de mein! Wenn ich die­sen Brief viel­leicht und hof­fent­lich auch nicht abzu­schi­cken brau­che, so mag ich doch auf die Plau­der­stun­de mit Dir nicht ver­zich­ten, Du! Herz­lie­bes! Dein neu­es Bild! Du hast es so beschei­den bei­gelegt. Es gefällt mir so gut, Du! So eins hast […]

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