07. November 1941

[411107–2-1]

Frei­tag, am 7. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li Du! Du!!!

Ach Du! Du! Gelieb­ter!!! Wo fan­ge ich denn nun gleich zuerst an? Soviel, viel Freu­de auf ein­mal – oh Du! Ich kann sie doch gar­nicht alle fas­sen! Du!!! Du!!! Herz­lein gelieb­tes!!! Du bist zu mir gekom­men! Sooooo lieb!! Du!!!

Ich möch­te Dich doch am aller­liebs­ten ganz, ganz tüch­tig drü­cken und Dich küs­sen und Dich sooo lieb­ha­ben und …. ach Du!!! Wei­ter­le­sen!

22. Juli 1941

[410722–2-1]

Diens­tag, am 22. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Heu­te scheint die lie­be Son­ne! Und in mei­nem Her­zen ist sie nun noch strah­len­der auf­ge­gan­gen, weil heut’ mein [Roland] zu mir gekom­men ist! Ach Du!!! Wie unend­lich lieb meint er es doch heu­te wie­der mit mir! Gelieb­ter!!! Es wird mir ja so schwer, die rech­ten Dan­kes­wor­te zu fin­den! Ich lie­be Dich! Du bist mir alles! [A]ch Her­zens­schatz! Fühlst Du denn, wie alles nach Dir mich drängt?, wie alles zu Dir will? – weil ich Dich ja über alle Maßen lie­be, lie­be!!!!! Herz­al­ler­liebs­ter Du!!! Wei­ter­le­sen!

26. Juni 1941

[410626–1-1]

[Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 26.6.41

Herz­lieb, Du!!!

Wo steckst Du denn jetzt? Du? Hubo hat doch frei heu­te – kommt er gleich ganz schnell zu Dir! Wirst [Du] ihn ein­las­sen? Du!! Wenn es in S. so heiß ist wie hier, dann treff[‘] ich jetzt ein klei­nes Evchen, Du!!! Und da tritt zur Tür her­ein ein – bei­na­he Adam. Ach, Herz­lieb! Was spie­len wir denn da gleich ein­mal? Du?!!! Die alte Geschich­te, Du!!  Wei­ter­le­sen!

25. Juni 1941*

[410625–1-1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te]

Mitt­woch, den 25. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!

Nun bin ich auf den nächs­ten Boten doch wirk­lich gespannt. Du, Post­sper­re ist für Dich! Du!! Herz­lieb! Hof­fent­lich nicht zu lan­ge! – wer nun in der Som­mer­fri­sche wirk­lich gelan­det ist! [Du] Schreibst mir heu­te, wie­viel Not Du nun hast mit Pappsch und Mutsch. Ein wenig kenn[‘] auch ich den Schmerz. Froh ent­schlos­sen und begeis­tert sind wir Jun­gen – unschlüs­sig und zögernd die Alten. Wei­ter­le­sen!

23. Juni 1941

[410623–1-1]

Mon­tag, den 23. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Hol­de mein!!

Wo find ich Dich denn nun heu­te, Gelieb­te? Dein lie­ber Bote vom 14. Juni gibt mir Ant­wort. Ob Ihr denn nun wirk­lich dort seid? Mein Herz­lieb im Elb­schlöß­chen?!! Am lie­ben Elb­st­ro­me? Und am Schie­nen­strang, der hin­auf führt ins Para­dies, Herz­lieb!, und dar­über hin­aus bis zu mir – paß nur fein auf, man­che Tage hängt der Wagen nach Salo­ni­ki dran, mein[‘] ich. Und ich weiß, mein Herz­lieb schickt mir tau­send lie­be Gedan­ken und Wün­sche – süd­wärts, süd­ost­wärts. Wei­ter­le­sen!