19. Februar 1942

[420219–2‑1]

Don­ners­tag, am 19.II.1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Nun bin ich wie­der soweit, daß ich mich zu Dir set­zen kann und mit Dir plau­dern. Wo magst Du denn um die­se Stun­de sein, was magst Du trei­ben? Nach­mit­tag ist [es], die Uhr zeigt auf ½ 3 [Uhr]. Mutsch sitzt mit ihrem Strick­zeug in Ofen­nä­he, sie ist emsig bei der Sache; denn sie macht aus Alt Neu. Oder muß ich’s klein schrei­ben?

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8. Oktober 1941

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Mitt­woch, am 8. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Ich sit­ze jetzt wie­der am Tische, vor mei­nem lie­ben Papier, das mir so gedul­dig stil­le hält jeden Tag. Es wird gleich 2 Uhr mit­tags sein. Obwohl noch vie­ler­lei Beschäf­ti­gung war­tet, ich muß mich erst zu Dir set­zen, Herz­lieb! Die stil­le Mit­tags­stun­de ist mir die liebs­te Zeit dazu, da bin ich ganz allein mit Dir und mei­nen Gedan­ken. Die Mutsch ist fort. Vater schläft noch, wenn er Nachtdiens[t] hat. Und auch unten auf der Stra­ße ist es, als hal­te alles ein Stünd­chen den Atem an – es kom­men wenig Leu­te, wenig lär­men­de Kin­der, die Wagen fah­ren sel­ten um die­se Zeit. Wei­terl­se­sen!

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22. August 1941

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Don­ners­tag­abend, am 21. August 41.

Mein herz­liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Es ist um 9 00 [Uhr] abends, ich bin seit einer Stun­de wie­der daheim aus der Stadt. Und nun muß ich erst noch ein paar Wor­te mir Dir tau­schen Herz­lieb, ehe ich schla­fen gehe. Wor­te mir Dir tau­schen, Du? Geht denn das brief­lich? Du?! O ja, mit Dir kann ich mich unter­hal­ten, auch wenn ich Dich nur in Gedan­ken bei mir habe! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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5. August 1941

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Diens­tag, den 5. August 1941

Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Gelieb­te, Du!!!!!

Weh­tun, das will ich Dir doch über­haupt nicht! Ich will Dich doch nur ganz sehr lieb­ha­ben! Und nun habe ich Dir doch weh­ge­tan. Leid ist es mir dar­um, Du! Herz­lieb!!!!! Habe ich Dei­ner Lie­be miß­traut? Gelieb­te! Nein! Du!!!!! Wir haben uns miß­ver­stan­den in die­ser Abschieds­stun­de, weil soviel Frem­des um uns war. Ich habe Dei­nen Schmerz nicht emp­fun­den! Und Du? – Ach Herz­lieb, mei­ne Augen und mein Herz haben Dich so gebe­ten, ganz bei mir zu sein – So ist uns[e]re Lie­be, Du!!!: sie scheut die zudring­li­chen Bli­cke frem­der Men­schen – und beredt wird sie doch nur, wenn Du und ich ganz allein sind – ganz allein!! Wei­ter­le­sen!

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21. Juni 1941

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Sonn­abend, den 21. Juni 41

Mein lie­ber Her­zens­schatz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Siehst, so kann es leicht kom­men, daß man den­ken kann, der Gefrag­te gehe auf die Fra­ge gar nicht ein. Heut kam der Bote vom 6. Juni 1941 zu mir, ein Nach­züg­ler, auf den ich gar nicht acht hat­te, in dem Du mich so lieb viel Lie­bes frag­test, Du!!! Jetzt muß ich aber mein Herz­lieb erst mal ganz lieb her­zen und küs­sen. Hat es mich denn so sehr lieb? Muß es sich sooo sehr seh­nen? Wer macht ihm denn soviel Unru­he? Der alte lan­ge Hubo – der soviel Lie­be und Freu­de [sic] – – womit hät­te er sie ver­dient? Ach Herz­lieb! Wie­viel Unru­he ist in Dir – nun werd[‘] ich doch bald ein­mal kom­men müs­sen, Gelieb­te! Soviel Unru­he! Und wenn ich Dir hel­fen möch­te heu­te, muß ich ja sagen – und möch­te Dir lieb sein mor­gen, muß ich nein sagen, muß mir wider­spre­chen. Das tut Dein Man­ner­li aber gar nicht gern! Und dafür fühlt er sich als Steu­er­mann, daß er einen gera­den Kurs hält. Wei­ter­le­sen!

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