Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Sehnsucht

31. Dezember 1942

[430101–1‑1]
Don­ners­tag, den 31. Dezem­ber 1942, Sylvester 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Noch ein letz­tes Geden­ken im alten Jah­re, Herz­lein! Es ist jetzt 7 Uhr am Abend. Ich bin aus dem Syl­ves­ter­got­tes­dienst heim. Die alten from­men Lie­der­sän­ger kün­de­ten wie­der am bes­ten, was mein Herz beweg­te, die Pre­digt war viel […]

30. Dezember 1942

[421230–1‑1]
Herz­al­ler­liebs­tes – Du! ein komi­scher Anfang gelt? Oben gehört doch das Datum – also: Mitt­woch, den 30. Dezem­ber 1942 

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Ein wenig durch­ein­an­der ist das Mannerli […]

29. Dezember 1942

[421229–1‑1]
Diens­tag, den 29. Dezem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne liebs­te [Hil­de]!

Eben hat das Man­ner­li das Schreib­zeug mit dem Stopf­zeug ver­tauscht – es war wie­der mal Zeit – und mit dem neu­en, rich­ti­gen, Hand­werks­zeug macht es auch Spaß. Im Wasch­raum steht auch schon wie­der Wäsche bereit, […]

28. Dezember 1942

[421228–1‑1]
Mon­tag, den 28. Dezem­ber 1942. 

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Heu­te will das Man­ner­li mal fein zei­tig ins Bett­lein gehen. Ist jetzt immer etwas spät gewor­den, ges­tern abend [sic] ja, weil ich Dienst hat­te. Müde bin ich jetzt noch nicht, aber es kann schnell kom­men. Aber erst muß ich noch zu mei­nem Her­zens­schatz kom­men. Wo ich jetzt noch so […]

24. Dezember 1942

[421225–1‑1]
Hei­lig­abend, den 24. Dezem­ber 1942 

Gelieb­tes teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de]! Mei­ne liebe 

liebs­te [Hil­de]!!!

Du schläfst noch fein in Dei­nem Bett­lein, wenn ich jetzt zu Dir kom­me. Ach, und wenn ich es könn­te, ich wollt ganz leis, ganz sacht nur ein­mal hin­schau­en, wo mein Liebs­tes schlum­mert, wollt es seg­nen mit mei­nem Blick – und dann ganz froh und glück­lich wieder […]

Nach oben scrollen