04. Dezember 1941

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[Saloni­ki] Don­ner­stag, den 4. Dez[ember]. 1941

Herzelein! Geliebte! Mein liebes, teures Weib!

O Schätzelein! Ganz lieb bist Du heute wieder zu mir gekom­men! Hast mir soviel fFreude gebracht! Geliebte! Hast immer so lieb und treu mein gedacht – so treu! Herzelein! Von Dir kommt mir die höch­ste Freude! Du! Du! kannst mich am meis­ten und tief­sten froh und glück­lich machen – mit Dein­er Liebe! Oh Du! Ich füh­le Dich an mein­er Seite, ganz froh, und stolz, und glück­lich! Füh­le die Wärme und den Son­nen­schein dein­er Liebe – so belebend, kraft­spendend! Weit­er­lesen!

20. Oktober 1941

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[Saloni­ki] Mon­tag, den 20. Okto­ber 1941

Mein liebes, teures Weib! Herzenss­chätzelein. Geliebte Du!!!

Nun komme ich dazu, Deine lieben Boten vorzu­lassen. Sei nochmals recht her­zlich bedankt dafür. Geliebte! Ich sagte dir schon, daß ich mich ganz zu Haus[‘] füh­le in diesen Zeichen, ganz lieb ver­standen und umfan­gen von meinem Her­zlieb! Weit­er­lesen!

23. Juli 1941

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Mittwoch, den 23. Juli 1941

Mein liebes, teures Herz! Her­zlieb, Geliebte mein!

Manche Tage in unserem Leben, wo es auch sei, die ver­laufen so glatt und har­monisch, es geht alles von der Hand, geht alles auf wie eine Teilauf­gabe ohne Rest – und andere Tage sind, da ist’s, als führe man über einen Knüp­pel­damm von Horzeln und Holpern, da will auch das Ein­fach­ste nicht glück­en, da zeigen sich über­all Wider­stände wie dro­hende Riesen. Weit­er­lesen!

25. Juni 1941*

[410625–2-1* Feld­postsperre, die zu Verzögerun­gen vielle­icht führte]

S. – Mittwoch, am 25. Juni 41.

Mein Her­zlieb! Du mein lieber, guter [Roland]! Du!! Du!!!

Das war gestern ein bewegter Tag, sodaß ich gar­nicht dazu kam Dir zu schreiben. Aber Dein gedacht habe ich umso mehr, Her­zlieb!! Früh­mor­gens ½ 8 bin ich raus aus den Fed­ern, das heulen der Dampf­schiff­sire­nen hat­te ich munter gemacht. Schnell machte ich mich fer­tig zum Aus­ge­hen, ich wollte Brötchen holen und Brot bei P.s vorn. Und Frau S. drück­te mir den Milchkrug in die Hand. Na schön. So bin ich los, Deinen Weg, Her­zlieb an der Elbe lang. Weit­er­lesen!

25. Juni 1941*

[410625–1-1* Feld­postsperre, die zu Verzögerun­gen vielle­icht führte]

Mittwoch, den 25. Juni 1941

Mein liebes, teures Herz! Geliebte, Holde mein!

Nun bin ich auf den näch­sten Boten doch wirk­lich ges­pan­nt. Du, Postsperre ist für Dich! Du!! Her­zlieb! Hof­fentlich nicht zu lange! – wer nun in der Som­mer­frische wirk­lich gelandet ist! [Du] Schreib­st mir heute, wieviel Not Du nun hast mit Papp­sch und Mutsch. Ein wenig kenn[‘] auch ich den Schmerz. Froh entschlossen und begeis­tert sind wir Jun­gen – unschlüs­sig und zögernd die Alten. Weit­er­lesen!