04. Juni 1941

[410604–2‑1]

Mitt­woch, am 4. Juni 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter mein!! Du!!

Herz­lieb! Ein wun­der­ba­rer Som­mer­tag ist heu­te. Die lie­be Son­ne scheint so warm, zu warm! Und der Him­mel ist so tief­blau! Ich glau­be, eben­so blau wie bei mei­nem Herz­lieb!! Ich bin mit Klein­chen gleich zu Mit­tag, es war ½ 2 Uhr, in den Wald gefah­ren. Warm war es und ich such­te ein schat­ti­ges Plät­zel. Aber das Klein­chen woll­te nichts davon wis­sen, von wegen stil­le lie­gen und nicht gefah­ren sein!! Wei­ter­le­sen!

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07. November 1940

[401107–1‑1]

Don­ners­tag, den 7. Novem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Immer noch schrei­be ich mit Blei­stift aus den­sel­ben Grün­den wie bis­her: Das Schrei­ben mit Blei­stift ist ein­fa­cher, macht weni­ger Umstän­de, läßt sich schnell bei­sei­te­räu­men [sic] und ist alles in allem unauf­fäl­li­ger. Ich kann sooft Mit­tag über in der Schreib­stu­be schrei­ben; aber 1sitzt da immer der Läu­fer drin, der das Tele­fon über­wacht, 2, will ich mich auch mal in [d]er Stu­be zei­gen, damit nie­mand denkt, ich sei ein­ge­bil­det. Ich hof­fe, Herz­lie­bes, daß Du die­se Grün­de ver­stehst. Das Blei­stift­ge­schrie­be­ne ist des­halb eben­so so dau­er­haft und herz­lich gemeint wie das Tin­te­ne [sic]; eigent­lich am Druck der Hand gemes­sen noch herz­li­cher. Ich weiß nicht, was bes­ser schmeckt: ein Blei­stift­kus­sel [sic] oder ein Tin­ten­kus­sel [sic]. Ach, papier[e]n schme­cken sie bei­de. Wei­ter­le­sen!

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