26. Juni 1941

[410626–1‑1]

[Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 26.6.41

Herz­lieb, Du!!!

Wo steckst Du denn jetzt? Du? Hubo hat doch frei heu­te – kommt er gleich ganz schnell zu Dir! Wirst [Du] ihn ein­las­sen? Du!! Wenn es in S. so heiß ist wie hier, dann treff[‘] ich jetzt ein klei­nes Evchen, Du!!! Und da tritt zur Tür her­ein ein – bei­na­he Adam. Ach, Herz­lieb! Was spie­len wir denn da gleich ein­mal? Du?!!! Die alte Geschich­te, Du!!  Wei­ter­le­sen!

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19. Mai 1941

T&Savatar[410519–2‑1]

Mon­tag, am 19. Mai 1941.

Mein Herz­lieb!

Da hat­te ich mir nun für heu­te ein Pro­gramm auf­ge­stellt und als ich [um] ½ 8 Uhr erwa­che, her­aus­sprin­ge aus dem Bett, um schnell nach Mutsch zu seh[e]n, da war der Vogel schon aus­ge­flo­gen und das Nest leer! Ich wuß­te nicht, was ich den­ken soll­te. Vater kam aus dem Kel­ler – der hat die­se Woche Nacht­dienst und ist dar­um heu­te zu Haus – ich fra­ge ihn nach Mutsch. „Ach, die ist schon in’s Geschäft! Es war ihr wie­der wohl!“ [Du] Kannst Dir wohl den­ken, wie froh [ich] da war! Herz­lieb! Mir gefällt’s näm­lich nicht, wenn die Mutsch krank ist. Da füh­le ich mich so bedrückt! Ich hab[‘] sie ger­ne mal daheim, aber nur nicht krank! Wei­ter­le­sen!

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19. Januar 1941

T&Savatarsm[410119–1‑1]

Sonn­tag, den 19. Janu­ar 1941.

Mein lie­bes, teue­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te!!

Du! Ein ech­ter Win­ter­sonn­tag heu­te. Schnee­trei­ben drau­ßen. Alles Wohl­sein ist heu­te im behag­li­chen Zim­mer. Ver­rie­gelt scheint es nach der Welt drau­ßen. Herz­lieb! Wann wer­den wir sol­chen Tag im eige­nen Heim ver­le­ben? Wei­ter­le­sen!

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