Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Schicksal

27. Oktober 1942

[421027–1‑2]

Diens­tag, den 27. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Weib!

Her­ze­lein! Nun wird sie auch bei Dir sein, die Nach­richt davon, daß ich hier blei­ben kann. Man kann ja nicht viel geben auf sol­che Zusi­che­run­gen, und schnell kann sich alles ändern – aber so ist es doch jetzt ent­schie­den. Ach Herz­lieb! Wie so lieb, sooo lieb kommst Du […]

04. Juni 1942

[420604–1‑1a] Don­ners­tag, den 4. Juni 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de] Gleich wird es ganz still sein im Hau­se. Die Kom­pa­nie steht unten ange­tre­ten. Sie soll an der Bei­set­zung eines Matro­sen teil­neh­men, der durch leicht­sin­ni­gen Umgang mit der Schuß­waf­fe sein Leben ver­lor. Um 3 Uhr ist es am Nach­mit­tag. Den drit­ten Tag nun schon das […]

30. April 1942

[420430–2‑1] Don­ners­tag, am 30. April 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland]! Nach­mit­tags um 3 Uhr ist es jetzt. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit im Hau­se; fer­tig für heu­te. Schon alles rei­ne­ge­macht habe ich, weil gro­ße Wäsche bevor­steht; damit wir uns nicht so zu über­an­stren­gen brau­chen. Wir wer­den wohl Sonn­abend Sonn­tag waschen, […]

01. Oktober 1941

[411001–2‑1] Mitt­woch, am 1. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te sieht der Him­mel aus wie ein schmut­zi­ger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vor­mit­tags muß­te ich Licht bren­nen! Das vor­aus­ge­ahn­te Regen­wet­ter ist da! Und in einem Aus­ma­ße, daß [sic] an Ergie­big­keit nichts zu wün­schen übrig läßt. Na, mei­net­we­gen – ich […]

10. August 1941

[410810–2‑1] Sonn­tag, am 10. August 1941. Gelieb­tes Her­ze­lein! Du!! Herz­lieb! Mein lie­ber, guter [Roland]! Es ist Sonn­tag­nach­mit­tag, wir sind fer­tig mit uns[e]rer Haus­ar­beit – haben gut zu Mit­tag geges­sen – nun schläft der Vater, die Mut­ter sitzt an der Näh­ma­schi­ne und rich­tet sich für mor­gen einen fri­schen Arbeits­staat zusam­men. Ich hät­te ja auch zu nähen […]

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