Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Schaden

02. Mai 1941

[410502–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Frei­tag, den 2. Mai 1941. Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!! Es ist 9 Uhr am Abend. Da ist hier Zap­fen­streich für alle Sol­da­ten und Zivi­lis­ten. Dann fah­ren auch die letz­ten Stra­ßen­bah­nen und wir müs­sen sehen, dass wir mit­kom­men: Heu­te hat­ten wir zum ers­ten­mal [sic] Urlaub. Plea­se fol­low and like us:

30. April 1941

[410430–1‑1] Mitt­woch, den 30. April 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!!! Du!!! Du!!!!! Sei recht dank­bar mit mir, Gelieb­te!! Wir sind glück­lich und wohl­be­hal­ten hier gelan­det! Ges­tern abend schon. Ach Du! Du!! Wo fan­ge ich zuerst mit dem Erzäh­len. O Du!! So viel, viel Neu­es brin­gen die­se Tage – und viel Gutes, […]

17. April 1941

[410417–1‑1] Don­ners­tag, den 17. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Einen so lie­ben Boten konn­te ich heu­te emp­fan­gen, den vom Diens­tag, den 8.4. Herz­lieb!! Nimm einen ganz lan­gen, lie­ben Kuß dafür! Du!!!!! Mein Weib, mein lie­bes, mein teu­res!!!!! Plea­se fol­low and like us:

06. November 1940

[401106–2‑1] Mitt­woch, am 6. Novem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, gelieb­ter [Roland]! Du! Es ist mir gar­nicht [sic] so leicht, jetzt am Faden wei­ter­zu­spin­nen, den ich ges­tern fal­len ließ. Du! Daß Du eine ganz, ganz gro­ße, heim­li­che Freu­de in mir ange­zün­det hast, Du!! Das weißt Du, Liebs­ter! Und sie erfüllt mich so sehr, beglückt mich so […]

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