11. Dezember 1941

[411211–2‑1]

Don­ners­tag, am 11. Dezem­ber 1941.

Mein Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein Her­ze­lein!

Ich bin allein heu­te. Erst am Abend um 6 [Uhr] kommt Vater heim. Und ich habe mir heu­te vor­ge­nom­men, ganz nur für Dich da zu sein. [Du] Mußt Dich nicht wun­dern, Herz­lieb, wenn der Bote des­halb nicht dicker aus­fällt! Man muß ja nicht alles Geschrie­be­ne auf ein­mal abschi­cken, gelt?! Ach Du! Am liebs­ten käme ich doch selbst ein­mal zu Dir. Heu­te Nacht muß­te ich Dich sooo lieb­ha­ben, Her­ze­lein! Ach Du!!! [Du] Bist mir im Trau­me erschie­nen, ganz nahe, sooo nahe! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

01. Oktober 1941

T&Savatar[411001–2‑1]

Mitt­woch, am 1. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Heu­te sieht der Him­mel aus wie ein schmut­zi­ger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vor­mit­tags muß­te ich Licht bren­nen! Das vor­aus­ge­ahn­te Regen­wet­ter ist da! Und in einem Aus­ma­ße, daß [sic] an Ergie­big­keit nichts zu wün­schen übrig läßt. Na, mei­net­we­gen – ich kann im Trock[e]nen sit­zen und Du? Herz­lieb? Du mußt Dich auch nicht mehr d[a]rüber grä­men; denn Du hast viel­leicht eitel Son­nen­schein um Dich heu­te?! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

30. September 1941

T&Savatar[410930–2‑1]

Diens­tag, am 30. Sep­tem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!!

Eben bin ich mit mei­ner Arbeit fer­tig, habe mich gewa­schen und umge­zo­gen und nun will ich zuerst Dein den­ken, Du! Was wirst [Du] denn jetzt machen um die­se Stun­de? Es wird gleich 1400 [Uhr] sein. Ob Du wohl Mit­tags­ru­he hältst? Ach, ich wüß­te es doch soo ger­ne! Gleich käme ich ein­mal ganz lei­se hin zu Dir, um nachzuschau[e]n, ob mein Herz­lieb auch schön zuge­deckt ist und schläft! Gelieb­ter! Mein [Roland]! Ach Du, wie lieb ich Dich habe!!! Soooooo sehr lieb!!!!! Nun hast Du die ers­te Nacht wie­der in Dei­nem Bett­lein geschla­fen, das Köpf­chen nach der Rich­tung zu mir hin gewandt, ja Du? Und ich dre­he mich Dir zu!! Ganz lieb habe ich Dein gedacht ges­tern abend vor’m Ein­schla­fen – ach, ich mei­ne, daß Du es gefühlt hast. Nach ½ 10 [Uhr] abends bin ich schla­fen gegan­gen. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

27. September 1941

T&Savatar[410927–2‑1]

Sonn­abend, am 27. Sep­tem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter [Roland]! Du!

Eben habe ich einen lan­gen Schrei­be­brief [sic] an die lie­ben Eltern nach K. been­det. Ich zähl­te ihnen auf, was wir an all den schö­nen Son­nen­ta­gen noch mit­ein­an­der unter­nah­men, erleb­ten. Wie wir Dich aus­rüs­te­ten auf die Rück­rei­se, damit sie sich nicht sor­gen! Und wie der letz­te Tag in der Hei­mat ver­lief. Sie wer­den sich gewiß recht freu­en, daß ich sie mit teil­ha­ben las­se an allem. 4 lan­ge Sei­ten sind es gewor­den. Wir sind heu­te soweit fer­tig mit unse­rem Pro­gramm (Rei­ne­ma­chen)[,] ich den­ke nicht dar­an, mich zu über­stür­zen. Wäh­rend ich schrieb, stand ein Hefe­ap­fel­ku­chen im Ofen. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

04. August 1941

[410804–2‑1]

Mon­tag, am 4. August 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein!! Du!!! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Du!!! Ob mir wohl mein Herz­lieb böse ist?

So lan­ge schwieg ich! 2 Tage habe ich nicht geschrie­ben! Gelieb­ter!! Laß Dir nun heu­te, da ich wie­der daheim bin erzäh­len. Am Sonn­abend­mor­gen kurz vor 800 [Uhr] sind wir mit dem W. Bus bis zum Bahn­hof gefah­ren. Das Wet­ter war aus­ge­sucht schön. Bela­den mit dem Kinder[s]tühlchen, der Bow­le, einem Kof­fer und den 2 Zucker­tü­ten, zogen wir los! Kurz vor ½ 1000 [Uhr] lang­ten wir in G. an. Man erwar­te­te uns schon mit dem Wagen an der Bahn. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error