30. April 1942

[420430–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 30. April 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Nun hau­sen wir schon eini­ge Stun­den im neu­en Bau. Und ein­mal hat das Man­ner­li nun drin geschla­fen, drei Stun­den nur, ach nein, nicht ganz. Ich muß­te doch noch sooo lieb Dein den­ken! Ach Her­ze­lein! Ich hab[‘] Dich doch ganz lieb­ha­ben müs­sen – Du! Du!!!!! Weil Du zu lieb zu mir gekom­men bist!!! Mit mei­nem neu­en Arbeits­platz bin ich zufrie­den. Die Mor­gen- und Vor­mit­tags­son­ne kommt ins Zim­mer – sie ist auch an den hei­ßen Tagen will­kom­men. Nur der Tages­lärm dringt nun deut­li­cher her­auf in das Klap­pern der Schreib­ma­schi­ne und das Krit­zeln der Feder (das ist zusam­men mit dem Geklin­gel des Tele­fons der Schlach­ten­lärm der Schreib­stu­be). Der Spieß haust für sich in einem Zim­mer. Das hat den Vor­teil, daß wir unge­stör­ter arbei­ten kön­nen – den Nach­teil, daß wir nicht mehr alles hören. Dein Man­ner­li ist nicht neu­gie­rig. Wei­ter­le­sen!

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13. April 1941

T&Savatar[410413–1‑1]

Oster­sonn­tag, den 13. April 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb mein!

Zum lie­ben, fri­schen, fro­hen Oster­mor­gen möch­te ich doch mein lie­bes, neu­wa­sche­nes [sic] Oster­häs­chen gleich mal ganz lieb und fest umfas­sen und ihm einen ganz lie­ben lan­gen Kuß geben! Gelieb­te! Du!! Mein lie­bes, teu­res Weib!! Mei­ne [Hil­de]!!! Wei­ter­le­sen!

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24. Juni 1940

Lorenzo Veneziano The Birth of st John the Baptist. Wildenstein & Co. 1350-56
Loren­zo Vene­zia­no, Die Geburt Johan­nes des Täu­fers, ca. 1356, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 06.2015.
[400624–2‑1]

O., am Johan­nis­tag 23 Uhr.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter [Roland]!

Him­mel­hoch jauch­zen könn­te ich vor Jubel und Freu­de!  Du!  Du!  Ist es denn nur mög­lich?  Sag, hast Du das vor­hin auch erlebt am Rund­funk?  Ich weiß ja nicht, was ich mit mei­nem über­vol­len Her­zen anfan­gen soll.  Ach, was gäbe ich, wärst Du jetzt bei mir! Wei­ter­le­sen!

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