21. März 1941

T&Savatar[410315–1‑1]

Sonn­abend, den 15. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

[ Wir fah­ren, fah­ren, fah­ren – nun schon den drit­ten Tag. Die ers­ten bei­den Tei­le mei­nes Berich­tes schick­te ich ges­tern von einer unter­wegs-Sta­ti­on [sic] ab. Hof­fent­lich hast Du sie erhal­ten. Immer weiter ent­führt uns die Bahn der Hei­mat. Man emp­fin­det es gar nicht so sehr, weil man sozu­sa­gen in einer fah­ren­den Stu­be sitzt[,] nur die frem­de Welt an sich vor­bei­zie­hen läßt. Glei­se und Bahn­däm­me und Mas­ten sind mit klei­nen Abwei­chun­gen fast über­all die glei­chen. Und so fremd ist die Frem­de hier noch gar nicht. Die Land­schaft, die Flu­ren, die Vege­ta­ti­on, sie ist nicht fremd noch, nur daß man schon Mais­fel­der und Wein­gär­ten antrifft. Und die Dör­fer tra­gen ein klein wenig ande­res Gesicht. Man sieht Zieh­brun­nen. B. [wohl: Buda­pest] haben wir heu­te Mit­tag hin­ter uns gelas­sen und jetzt geht es auf das ande­re B. [wohl: Bul­ga­ri­en] zu. Wei­ter­le­sen!

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