Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Rumänien

09. November 1942

Mon­tag, den 9. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Hu-hu-und huschl-huschl-huschl-Stie­fel­wet­ter ist heu­te – es reg­net immer noch – und das Was­ser läuft schlecht ab in den Stra­ßen – und kalt ist der Regen, kommt aus Osten – was wird er dort für einen Morast, eine Trost­lo­sig­keit […]

30. Oktober 1942

[421030–2‑1]

14.)

Frei­tag, am 30. Okto­ber 1942. Am Abend.

Mein [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein Her­zens­man­ner­li!

Fei­er­abend habe ich nun. Die Uhr zeigt 20 Minu­ten nach 800 [Uhr]. Bin doch eben aus dem Wänn­lein gestie­gen, Du! nach­dem [sic] wir schon den zwei­ten Nach­mit­tag andau­ernd mit Was­ser und Sei­fe zu tun hat­ten! – ja [sic], […]

28. Oktober 1942

[421028–1‑1]

Mitt­woch, den 28. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Gleich wird Fei­er­abend sein. Es ist eben eine klei­ne Atem­pau­se – so atem­los geht es im übri­gen nicht zu – und ich nüt­ze sie, den Boten an Dich zu begin­nen. Bist um die­se Stun­de eben auch im Dienst, einem schö­ne­ren als Dein Man­ner­li. Aber ich nei­de ihn Dir […]

27. Oktober 1942

[421027–1‑1]

Mon­tag, den 26. Okto­ber 42

Herz­al­ler­liebs­te mein! Du, mei­ne lie­be [Hil­de]!

Den drit­ten Tag kommt der lie­be Bote schon ganz regel­mä­ßig zu mir – braucht 3 Tage für den Weg, nicht halb so lan­ge wie nach S. [sic] – weil er nicht über Wien muß, den­ke ich – fein ist das doch! […]

25. Oktober 1942

[421025–1‑1]

Sonn­tag, den 25. Okto­ber 1942

Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Und nun kom­me ich zu Dir! Es ist schon 10 Uhr vor­bei! Zuletzt zu Dir – Her­ze­lein – zuerst und zuletzt bei Dir – immer bei Dir! Kom­me zu Dir mit so vol­lem Her­zen, Gelieb­te!

Ich habe den Rem­brandt­film gese­hen. Er ist erschüt­ternd. Und […]

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