14. Mai 1941

[410514–2‑1]

Mitt­woch, am 154. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]!

Noch ist kein Bote da von Dir, er hat sich mal wie­der um eini­ges ver­spä­tet. Ich will mich noch gar­nicht sor­gen, Herz­lieb! Die Ver­spä­tung ist ja so natür­lich. Du mußt trotz allem wohl­auf und froh sein, ich fühl’s in mir, mein Lieb! Ich bin so inner­lich froh, beson­ders heu­te. Du!! Ob Du wohl heu­te mein [sic] denkst, ganz beson­ders lieb? Weil mei­ne Wan­gen [s]o sehr glü­hen – ich bin noch immer ein bis­sel aber­gläu­bisch!! Wei­ter­le­sen!

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13. Mai 1941

[410513–2‑1]

Diens­tag, am 13. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te ist ein wun­der­ba­rer Son­nen­tag, ach, es lockt hin­aus, das Wet­ter! Und ich wer­de mich auch gleich ein­mal ver­lo­cken las­sen, was meinst [Du]? Wei­ter­le­sen!

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