Trug und Schein: Ein Briefwechsel

romantische Liebe

14. Juli 1942

[420714–2‑1] Diens­tag, am 14. Juli 1942. [Roland]! Liebs­ter [Roland] mein!!! Herz­al­ler­liebs­ter! Du bist zu mir gekom­men! Bist doch wahr­haf­tig selbst zu mir gekom­men! Mein [Roland]! Du!!!!! Du!!!!! Du !!!!! !!!!! !!! Oh Schät­ze­lein! Wie habe ich sehn­süch­tig aus dem Fens­ter geschaut heu­te früh, bin schon vor sie­ben Uhr auf den Markt gegan­gen, damit ich daheim […]

31. Mai 1942

[420531–1‑1] Sonn­tag, den 31. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein herz­lie­bes Schät­ze­lein! Huch! Ist das eine Hit­ze heu­te! Schla­fen kann man gar nicht zu einem Mit­tags­stünd­chen, die Stie­gen sind zu hoch, wir haben unse­re Net­ze noch nicht gespannt. Ich komm[‘] gleich ein bis­sel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so […]

26. Mai 1942

[420526–1‑1] Diens­tag, den 26. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­di]! Hältst Du wohl heu­te die­sen Fei­er­tag? Bei uns gibt es das wohl ein­mal, gelt? Kuchen ist noch übrig – Feri­en sind noch, die Fest­gäs­te womög­lich abge­zo­gen – dann ist drit­ter Fei­er­tag ganz beson­de­rer Art, gelt? Plea­se fol­low and like us:

30. April 1942

[420430–1‑1] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 30. April 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Nun hau­sen wir schon eini­ge Stun­den im neu­en Bau. Und ein­mal hat das Man­ner­li nun drin geschla­fen, drei Stun­den nur, ach nein, nicht ganz. Ich muß­te doch noch sooo lieb Dein den­ken! Ach Her­ze­lein! Ich hab[‘] Dich doch ganz lieb­ha­ben müs­sen – […]

30. April 1942

[420430–2‑1] Don­ners­tag, am 30. April 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland]! Nach­mit­tags um 3 Uhr ist es jetzt. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit im Hau­se; fer­tig für heu­te. Schon alles rei­ne­ge­macht habe ich, weil gro­ße Wäsche bevor­steht; damit wir uns nicht so zu über­an­stren­gen brau­chen. Wir wer­den wohl Sonn­abend Sonn­tag waschen, […]

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