Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Roman

26. Dezember 1941

[411226–1‑1] [Salo­ni­ki] Am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!!! End­lich! End­lich kann ich nun zu Dir kom­men! Ja! Ich schrieb doch schon eine gan­ze Wei­le. An Kame­rad K. ein paar Zei­len. Den Neu­jahrs­brief nach O. und K. Und nun ist mein Schät­ze­lein dran. [Es] Bekommt nun was noch übrig ist: was ganz zuun­terst […]

09. Dezember 1940

[401209–1‑1] Mon­tag, den 9. Dezem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Du, ganz regel­mä­ßig kommt Dein lie­ber Bote jetzt! Ich freue mich so dar­über und bin Dir so dank­bar! Du!! Ein klein wenig benei­de ich Dich um Dei­ne unge­stör­te Ruhe. Bei mir fehlt und Ruhe und manch­mal sogar die Zeit. Heu­te wird sie […]

20. Oktober 1940

[401020–1‑1] Sonn­tag, den 20. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Wohl­be­hal­ten bin ich aus Kiel zurück um die­sel­be Stun­de wie am ver­gan­ge­nen Sonn­abend. Es war ein erle­se­ner Tag ges­tern, gegen Mit­tag, som­mer­lich warm, ich habe geschwitzt auf dem Wege zum Auto­bus. Habe wie­der ein­ge­kauft in Kiel, eine gro­ße […]

17. Oktober 1940

[401017–2‑1] Don­ners­tag, am 17. Okto­ber 1940 in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]! Eben habe ich mei­ne Haus­ar­beit been­det. Die Wohn­stu­ben­uhr schlägt 2 Uhr. Das Radio bringt den Wehr­macht­be­richt, den höre ich so neben­bei mit an, dann soll es ganz still um mich sein. Plea­se fol­low and like us:

17. Oktober 1940

[401017–1‑1] Don­ners­tag, den 17. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Wie hat mich Dein lie­ber Bote heu­te beglückt, Gelieb­te! Ganz pünkt­lich war er zur Stel­le. Soviel Glück und Freu­de brach­te er mir, Hol­de! Daß Du an mir halt fin­dest, daß Dich der Gedan­ke an mich stärkt, daß auch Du […]

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