02. Dezember 1941

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Diens­tag, den 2. Dezem­ber 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, treu­es Weib! Du!!!

Bist soviel­tausend­lieb zu mir gekom­men heu­te, Du! Du!!! Oh Her­zens­schät­ze­lein! All mein Glück steht vor mir – Dei­ne Lie­be, uns[e]re Lie­be! – Ach, Du sel­bes, Her­zens­schät­ze­lein! Sooo lieb! Sooo unend­lich lieb! Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

12. April 1941

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Sonn­abend, den 12. April 1941,

Oster­sonn­abend.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Du!!

Mein Herz­lieb ruht jetzt in wei­ßen Kis­sen. Drau­ßen reg­net es, reg­net. Unser Schul­platz ist ein See. Ich hät­te nicht geglaubt, daß es hier so reg­nen könn­te. Und der Hubo? Hat kei­ne Wache – aber etwas Ähn­li­ches: „Läu­fer”. Die­sel­be Dienst­zeit wie die Wachen, aber nur mit umge­schnall­tem Sei­ten­ge­wehr dem Unter­of­fi­zier zur Hand sein, tags – und nachts die nächs­ten Pos­ten wecken und Obacht geben, daß man sel­ber nicht schläft. Na, ich bin jetzt mun­ter – und damit die Zeit ver­rinnt bis um 6 Uhr, weiß ich nichts Bes­se­res als mit mei­nem Herz­lieb zu plau­dern. Wei­ter­le­sen!

10. April 1941

Bundesarchiv Bild 183-L22515, Griechenland, Parthenon, Deutsche Soldaten
Grie­chen­land: Deut­sche Sol­da­ten besich­ti­gen den Par­the­non, Athen, April 1941. Foto­graf Dick, All­ge­mei­ner Deut­scher Nach­rich­ten­dienst — Zen­tral­bild, gemein­frei über Bun­des­ar­chiv, Bild 183-L22515 / CC-BY-SA 3.0, 04.2016.
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Don­ners­tag, d. 10. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Mor­gen ist Kar­frei­tag. Fei­er­abend ist, [es ist] gegen 5 Uhr am Nach­mit­tag. Ich sit­ze in der Schreib­stu­be, im geheiz­ten Zim­mer. Kalt ist es seit 2 Tagen. Es hat ein wenig gereg­net, der Wind weht aus Wes­ten. Es ist sehr frisch. Aber nun sind die Bäu­me grün, die Blät­ter kön­nen nicht mehr in ihre Hül­len zurück­krie­chen. Ich bin jetzt 2 Tage nicht mehr aus dem Bau gekom­men. Es macht kei­ne Freu­de bei die­sem Wet­ter. Uns[e]re Lewa sind fast alle – und es ist unge­wiß, ob wir davon noch ein­mal nachbgekom­men [sic]. Wei­ter­le­sen!

06. April 1941

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Sonnabend/Sonntag [sic], den 6. April 1941

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du! Gelieb­te, Hol­de mein!!

Es ist Sonn­tag in der stil­len Mor­gen­frü­he. Unser Zim­mer hat die Fens­ter nach Osten, und die Strah­len der Mor­gen­son­ne kün­den einen neu­en Tag. Alle Tage kommt sie, die lie­be Son­ne – und bleibt – und scheint und wärmt – noch kei­nen trü­ben Tag haben wir hier erlebt, noch kei­nen Regen. Man sehnt sich rich­tig danach, die­se gan­ze Land­schaft und Stra­ßen und Dör­fer pit­schen­aß zu sein [sic]. Wei­ter­le­sen!

09. Februar 1941

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Sonn­tag, den 9. Febru­ar 1941.

Mein lie­bes, lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du!!!

Dein lie­ber Bote vom Frei­tag ist bei mir – wie Du es wünsch­test – und weil Du ihn so lieb besorg­test. – Herz­lieb! Nun ist Sonn­tag und Son­nen­tag bei mir – nun bist Du bei mir! Du!!! Du!!!!! Er bringt mir so viel Heim­lich­keit, soviel Trau­te, soviel köst­li­ches Ver­trau­en – von Dir!! Von Dir!!!!! Herz­lieb! Höchs­te Won­ne und Selig­keit bedeu­tet das – von Dir!! Von Dir!!!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!