Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Reisepläne

15. Februar 1942

[420215–1‑1] Im Zuge, am 15. II. 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Herz! Nun ist es auf ein­mal ganz schnell gegan­gen. Ges­tern abend noch zer­brach ich mir den Kopf dar­um, daß ich Dich doch soll­te kom­men las­sen. Dem Für des Wun­sches stand doch immer das Wider der unge­wis­sen Hast gegen­über. Schät­ze­lein! Die Erin­ne­rung und das Nach­emp­fin­den uns[e]res glück­li­chen […]

14. Februar 1942

[420214–2‑2] 8.* Sonn­abend, am 14. Febru­ar 1942. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Nun ist für mich Ruhe­pau­se – Wochen­en­de. Die Uhr geht auf 3. Bei mir drin­nen ist es schön warm. Drau­ßen fällt noch immer Schnee. Es ist, als woll­te unser Herr­gott die gan­ze Erde zude­cken für eine lan­ge Zeit. Viel­leicht wäre das gut so […]

27. August 1941

[410827–1‑1] Mitt­woch, den 27. Aug. 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Her­zens­schät­ze­lein! Hol­de mein!! Nun ist es so weit, daß ich Dir mei­nen letz­ten Boten schi­cken soll, bevor ich sel­ber kom­me, bevor wir uns wie­der­se­hen. Oh Gelieb­te! So dicht vor uns[e]rer gro­ßen Freu­de, so kurz vor mei­ner Heim­kehr zu Dir, zu Dir, laß uns die Zeit […]

24. August 1941

[410824–1‑1] Sonn­tag, den 24. August 41 Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Wo bist Du denn eben jetzt? Herz­lieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb neben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel näher – ach gleich auf mei­nen Schoß, Her­ze­lein! Ich möch­te Dir ganz lieb etwas sagen. Wirst [Du] mir fein zuhö­ren? Das Man­ner­li […]

23. August 1941

[410823–1‑1] Frei­tag, den 22. August 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Herz­lieb! Gelieb­te Mein! Letz­ter frei­er Nach­mit­tag heu­te – vor der gro­ßen Rei­se – in der nächs­ten Woche will ich ihn doch gleich noch mit dran­hän­gen an den Urlaub, damit ich schon am Nach­mit­tag fah­ren kann. Wenn das mög­lich ist, geht mei­ne Rei­se über Bel­grad – Agram – Graz […]

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