Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Reisen

11. November 1942

Mitt­woch, den 11. Nov. 42

Her­ze­lein! Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! 11. Novem­ber – Hell­muths Geburts­tag – wo mag er nun ste­cken? – Ach, die Ört­lich­kei­ten und irdi­schen Wirk­lich­kei­ten möch­ten uns manch­mal alle Fer­ne und Tren­nung furcht­bar und schmerz­lich bewußt machen. Aber die Gedan­ken, der Geist schla­gen Brü­cken – sie las­sen in ihrer Geschwin­dig­keit Räu­me und Ent­fer­nun­gen schrump­fen — und […]

12. Mai 1942

[420512–1‑1] Diens­tag, den 12. Mai 42 Mei­ne Lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gold­her­ze­lein, Gelieb­te mein! „Abend ist es wie­der über Wald und Feld säu­selt Frie­den nie­der, und es ruht die Welt.“ [Volks­lied] [Du] Kennst doch auch das inni­ge Lied­lein. [Es] Stammt noch aus einer Zeit, da die Welt des nachts wirk­lich ruh­te, nicht nur in den ent­le­ge­nen Nes­tern wie […]

15. Februar 1942

[420215–2‑1] Sonn­tag, am 15. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sonn­tag ist [es]. Voll Sehn­sucht im Her­zen den­ke ich an Dich. Du bist allein – ich bin es auch. Nur im Her­zen sind wir uns nahe, ach so nahe, Gelieb­ter!!! Plea­se fol­low and like us:

07. Dezember 1941

 [411207–1‑1] Sonn­tag, den 7. Dez[ember]. [‘]41 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Weib! Nun ist doch schon wie­der Mon­tag, da ich Dir schrei­be. Laß Dir erzäh­len, Gelieb­te! Set­zen wir doch ges­tern bei herr­lichs­tem Wet­ter zu einem Spa­zier­gang nach dem Kapel­len­berg an, gleich nach dem Mit­tag. Wir trap­pel­ten schon auf der schö­ner Stra­ße nach Artakli [unbe­kannt], als ein Autobus […]

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