12. Mai 1942

Hoffmann von Fallersleben
Hoff­mann von Fal­lers­le­ben, Por­trait und Unter­schrift, vor 1874. Quel­le: Post­kar­te um 1910/20. Ver­lag Albert Frisch, Ber­lin. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons 09.2018.
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Diens­tag, den 12. Mai 42

Mei­ne Lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gold­her­ze­lein, Gelieb­te mein!

Abend ist es wie­der über Wald und Feld säu­selt Frie­den nie­der, und es ruht die Welt.“ [Volks­lied] [Du] Kennst doch auch das inni­ge Lied­lein. [Es] Stammt noch aus einer Zeit, da die Welt des nachts wirk­lich ruh­te, nicht nur in den ent­le­ge­nen Nes­tern wie heu­te. Da die Men­schen wohl auch schon ihre Müh­sal hat­ten, aber doch wenigs­tens einen Abend­frie­den ohne grel­le Lich­ter und Schein­wer­fer, ohne das Krei­schen von Rädern und Knir­schen von Brem­sen. Sol­len wir uns die­se Zei­ten zurück­wün­schen? Wei­ter­le­sen!

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07. Dezember 1941

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Sonn­tag, den 7. Dez[ember]. [‘]41

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Weib!

Nun ist doch schon wie­der Mon­tag, da ich Dir schrei­be. Laß Dir erzäh­len, Gelieb­te! Set­zen wir doch ges­tern bei herr­lichs­tem Wet­ter zu einem Spa­zier­gang nach dem Kapel­len­berg an, gleich nach dem Mit­tag. Wir trap­pel­ten schon auf der schö­ner Stra­ße nach Artakli [unbe­kannt], als ein Auto­bus des Hee­res uns ein­hol­te. Wei­ter­le­sen!

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20. Juni 1941

T&Savatar[410620–2‑1]

Frei­tag, am 20. Juni 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein aller­liebs­tes, gutes Man­ner­li!

Du!! Schnell habe ich mich noch ein­mal in die küh­le Stu­be geflüch­tet, um ein Stünd­chen ganz lieb allein mir Dir zu sein! Mein [Roland]! Es drängt zwar viel, vie­ler­lei Arbeit und so Klein­kram, der zum Vor­be­rei­tungsdrasch einer Rei­se gehört – und vor allem, wenn zwei Wei­bel [Frau­en] fort wol­len, da will viel mehr sein, als bei einem Man­ne; aber ich muß heu­te noch ein­mal ganz lieb Dein den­ken, Du!! Du hast mich ja soo sehr erfreut und beglückt heu­te, Du!!! Daß ich Dir unbe­dingt ganz, ganz lieb dan­ken muß! Mein Herz­lieb!! Dein Sonn­abend­brief und vor­hin, nach­mit­tags auch noch dein Don­ners­tags­brief sind ange­kom­men – bei­de von der Sor­te, die noch zwi­schen­drin fehl­ten! Wei­ter­le­sen!

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01. März 1941

T&Savatar[410301–2‑1]

Sonn­abend, am 1. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Mein [Roland], Du!

Nun müs­sen Du und auch ich wie­der zu Papier und Feder grei­fen. Und das ist uns ein lie­ber Trost, zu wis­sen, daß uns[e]re lie­ben Boten alle Tage zwi­schen Dir und mir gehen – alle Tage, zu jeder Zeit gehen sie hin und her zwi­schen uns. Du! Wir las­sen uns ja ein­an­der gar­nicht [sic] von der Hand. Nie mehr, Herz­lieb! Heu­te vor­mit­tag kam Dein ers­ter Gruß, Du! Ich habe mich so gefreut, sei recht lieb bedankt, mein [Roland]! Gleich nach 8 Uhr hast Du das Tele­gramm bestellt, und ½ 10 Uhr brach­te mirs’ [sic] der Bote. Nun weiß ich Dich wie­der gebor­gen in Dei­ner alten Umge­bung, Liebs­ter. Es ist 3 Uhr am nach­mit­tag [sic], Du wirst noch arbei­ten. Ob Du wohl schon alle Dei­ne Gedan­ken bei Dei­ner Arbeit hast? Du! Ich glaubs´[sic] ja kaum. Na, man wird Dir, dem ‚frisch vom Land kom­men­den´, am ers­ten Tage wohl ein wenig mit Scho­nung und Nach­sicht begeg­nen! Wei­ter­le­sen!

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