Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Regimekritik

24. November 1941

[411124–2‑1] Mon­tag, am 24. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter mein! Wie­der fängt eine neue Woche an, ach glaubst, mir ver­ge­hen sie doch so schnell jetzt! Ist es, weil ich von Woche zu Woche auf mei­ne Gesund­heit hoff­te? Weil ich so war­te­te? Ach nein, wohl nicht allein das ist es. Ich zäh­le doch […]

01. April 1941

[410401–2‑1] Diens­tag, am 1. April 1941. Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Eben bin ich vom Bäcker gekom­men. Durch den Schnee gestapft bin ich mit mei­ner ‚süßen Last’! Nun bist [Du] wohl doch ein bis­sel [sic: biss­chen] neu­gie­rig gewor­den, Du?! Ja – das ist heu­er [sic: die­ses Jahr] schon ein Kreuz mit dem […]

20. März 1941

[410320–2‑1] Don­ners­tag, am 20. März 1941. Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter! Du! Ges­tern, als ich Dei­nen Brief in den Kas­ten gewor­fen hat­te, da hat es mich in einem fort geschluckt [sic: Schluck­auf haben]. [Du] Hast wohl arg an mich den­ken müs­sen, Herz­lieb? Und abends, zwi­schen 8 – 10 Uhr, da war es […]

05. März 1941

[410305–2‑1] Mitt­woch, am 5. März 1941. Mein gelieb­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter! Du!! Ich sit­ze am Tisch und den­ke Dein, Herz­lieb! Es ist 3 Uhr vor­bei. Drau­ßen stürmt es noch immer und Wol­ken­fet­zen jagen am Him­mel lang. Die Flie­ger sind zu Gan­ge, das ist Wet­ter für sie. Und der Tom­my hat sich auch schon bis Leip­zig gewagt […]

03. März 1941

[410303–1‑1] Mon­tag, den 3. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Die ers­ten Zei­chen von Dei­ner lie­ben Hand erreich­ten mich heu­te! Gelieb­te! Das ist so lieb und gut! Nun rei­chen wir uns wie­der die Hän­de ohne Unter­laß. Ich bin so froh, daß Du wie­der gebor­gen zu Hau­se bist. Nun war­ten wir wie­der, […]

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