15. Mai 1942

[420515–2‑1]

92.

Frei­tag, am 15. Mai 1942.

Her­zen­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Her­ze­lein!

Es ist doch wie­der Abend gewor­den, da ich nun end­lich mich zu Dir set­zen kann. Der Tag war reich ange­füllt mit Geschäf­ten aller Art. Wie über­haupt der Frei­tag der hei­ßes­te Tag in der Woche ist. Früh­mor­gens begin­ne ich mit dem Rei­ne­ma­chen, soviel Schmutz gibt es zwar nach dem gro­ßen Putz nicht gleich wie­der. Aber in den bei­den Küchen, wo wir immer her­um­ho­cken, da sieht es reich­lich schmut­zig aus wenn eine Woche um ist. “15. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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01. Mai 1942

[420501–2‑1]

79.

Frei­tag, am 1. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]!!

Nun hat die Mai­en­zeit begon­nen, die viel besun­ge­ne, die Zeit der Lie­ben­den – Won­ne­mo­nat! Ach ja – wir spü­ren hier noch nichts von der Won­ne lin­der, kosen­der Früh­lings­lüf­te. Im Gegen­teil: der klei­ne Tem­pe­ra­tu­ren­an­stieg [sic] ist wie­der zurück­ge­fal­len und wir ver­zeich­nen statt Wär­me­gra­de Käl­te­gra­de. Heu­te schneit es lus­tig drauf­los! Kalt ist’s auch. Na, nur nicht gleich ver­zwei­feln und nicht gleich den Kopf ver­lie­ren! Es muß doch ein­mal bes­ser wer­den, der Monat ist noch lang! Wei­ter­le­sen!

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27. März 1942

Aus­zug aus dem Brief mit Brief­num­mer

[420327–2‑1]

46.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Schät­ze­lein, Du!

Du! Abend ist, da ich zu Dir kom­me, wir haben schon das Licht ange­zün­det; 8 Uhr zeigt unser Wecker. Oh Her­ze­lein! Das war ein lan­ger, hei­ßer Tag heu­te – und eine gar kur­ze Nacht, für Dein Mur­mel­tier­chen!! Wei­ter­le­sen!

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05. März 1942

[420305–2‑1]

Don­ners­tag, am 5. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]!

Nun muß ich mich wie­der zu Dir flüch­ten, Her­ze­lein. [Du] Bist heu­te noch immer nicht zu mir gekom­men. Ach Du! Ich bin doch rich­tig trau­rig nun, weil ich gar so ver­las­sen bin von einem lie­ben Wort von Dir. Ich will doch aber nicht trau­rig sein, Du!

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