Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Ration

20. Februar 1942

[420220–1‑1] 3) [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 20. Febru­ar 1942 Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mei­ne lie­be [Hil­de]! Her­ze­lein! So schnell ist der Tag ver­gan­gen über den Geschäf­ten, Dein Man­ner­li war heu­te flei­ßig, und hat ver­schie­dent­lich Ord­nung geschafft, wo es not­tat. Es ist immer wie­der ulkig zu sehen, wie einem die Fäden in die Hän­de zurück­glei­ten. Und es […]

17. September 1940

[400917–1‑1] Diens­tag am 17. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Habe ich mich schon für den Sonn­tags­gruß bedankt? Es ist der schöns­te Augen­blick des Tages, wenn die Post ver­teilt wird, und man ist selbst glück­li­cher Emp­fän­ger. Ges­tern Mon­tag überraschte[n] und erfreu­ten mich die Zei­len Dei­ner lie­ben Mut­ter. Sage Ihr [sic] und Pappsch vie­len […]

07. September 1940

[400907–1‑1] Am Frei­tag den 6. Sep­tem­ber Am Sonn­abend den 7. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be lie­be [Hil­de]! Heu­te erleb­te ich die gro­ße Freu­de, dei­nen lie­ben Boten zu emp­fan­gen, gleich 2 Brie­fe an einem Tage, den vom 4. Sep­tem­ber zuerst, den vom 3. Sep­tem­ber am Nach­mit­tag. Liebs­te, so schnell geht die Post, ist das nicht schön? […]

10. September 1939

390910–2‑1 O., am 10. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Du weißt ja nicht wie froh ich bin, daß ich end­lich Gewiß­heit habe. Bis zum letz­ten Augen­blick habe ich gehofft, daß Du mir schrei­ben wirst. Ges­tern, am Sonn­abend, muß­te doch der end­gül­ti­ge Bescheid kom­men — einen Kar­ten­gruß erhielt ich wohl, für den ich herz­lich dan­ke […]

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